US-Ermittler haben mit einer Durchsuchung der »Zorro Ranch« im US-Bundesstaat New Mexico begonnen, die früher dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehörte. Nach Angaben des Justizministeriums von New Mexico ist die Durchsuchung Teil strafrechtlicher Ermittlungen, die im Februar wegen des Verdachts »illegaler Aktivitäten« auf dem Gelände vor Epsteins Tod 2019 eingeleitet wurden.
Das Anwesen umfasst rund 3000 Hektar und liegt in einer dünn besiedelten, kargen Hochwüste südlich von Santa Fe, die nächsten Nachbarn meilenweit entfernt. Die Ranch gilt als eines der weniger bekannten früheren Epstein-Anwesen.
In den Dokumenten, die das US-Justizministerium Ende Januar zum Fall Epstein veröffentlichte, wird die Zorro Ranch tausendfach erwähnt, heißt es in einem Bericht der »New York Times« . Einige der Opfer Epsteins berichten, sie seien dorthin entführt worden. Epstein habe demnach auch darüber nachgedacht, die Zorro Ranch zu einem Hauptquartier für ausgefallene gentechnische Experimente zu machen. Zudem gebe es unbestätigte Hinweise, dass Epstein den Tod zweier missbrauchter Mädchen vertuscht und ihre Leichen in den Hügeln außerhalb der Ranch vergraben lassen haben soll.
Der neue Besitzer Don Huffines, ein Immobilienunternehmer aus Dallas und ehemaliger Senator, schrieb kürzlich auf X , er wolle das Anwesen in ein christliches Exerzitienhaus umwandeln. Er habe das Gelände demnach in San Rafael Ranch umbenannt. Über dem neuen Eingangstor soll später einmal stehen: »Gesegnet sind, die kommen im Namen des Herrn.«
Die Strafverfolgungsbehörden hätten sich nicht mit ihm in Verbindung gesetzt, um Zugang zu dem Grundstück zu erhalten, schrieb Huffines weiter. Er würde dem aber zustimmen, wenn sie es täten. Huffines kandidiert derzeit für das Amt des Rechnungsprüfers von Texas.

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