Jeffrey Epstein: Melania Trump gibt Erklärung im Weißen Haus ab

vor 2 Stunden 1

In einer außergewöhnlichen und überraschenden Erklärung im Weißen Haus hat die amerikanische First Lady Melania Trump jegliche Verbindung zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bestritten und gesagt: »Ich war nie mit Epstein befreundet«. Auch sei sie nie auf seiner Privatinsel oder in einem seiner Flugzeuge gewesen.

»Donald und ich wurden von Zeit zu Zeit zu denselben Partys wie Epstein eingeladen, da sich gesellschaftliche Kreise in New York City und Palm Beach häufig überschneiden.« Eine echte Beziehung zu Epstein habe es aber nicht gegeben.

Was genau die First Lady zu dem Statement veranlasste, war zunächst unklar. Fragen von Journalisten beantwortete die First Lady nicht.

Das Foto aus dem Jahr 2000 zeigt Donald Trump, Melania, den Finanzier (und später verurteilten Sexualstraftäter) Jeffrey Epstein sowie die britische Society-Dame Ghislaine Maxwell im Mar-a-Lago Club in Palm Beach, Florida

Das Foto aus dem Jahr 2000 zeigt Donald Trump, Melania, den Finanzier (und später verurteilten Sexualstraftäter) Jeffrey Epstein sowie die britische Society-Dame Ghislaine Maxwell im Mar-a-Lago Club in Palm Beach, Florida

Foto: Davidoff Studios Photography / Getty Images

Die First Lady erwähnte in ihrer Erklärung mehrmals ihren Ehemann. Sie stellte klar, dass sie Donald Trump 1998 auf einer Party in New York City kennengelernt habe. »Ich bin nicht Epsteins Opfer, Epstein hat mich nicht Donald Trump vorgestellt«, sagte die 55-Jährige am Donnerstag bei dem unangekündigten Auftritt.

Über sie und Epstein kursierten seit Jahren »zahlreiche gefälschte Bilder und Behauptungen« im Internet. »Diese Bilder und Geschichten sind völlig falsch«, behauptete sie. Ob sich Melania Trump auf neue Veröffentlichungen bezog, war zunächst nicht klar.

Unter den vom Justizministerium veröffentlichten Dokumenten war eine kurze E-Mail aus dem Jahr 2002, bei der Absender und Empfänger geschwärzt waren. Sie beginnt mit »Dear G!« und endet mit »Love, Melania« und lobt den Empfänger für einen Magazinartikel über »JE«.

Warum jetzt?

Ihre überraschende Botschaft kam für das Weiße Haus – und tatsächlich für die gesamte politische Welt Washingtons – unerwartet. Sie erfolgte genau zu dem Zeitpunkt, als ihr Ehemann, Präsident Donald Trump, und seine Regierung scheinbar erfolgreich dabei waren, die Epstein-Kontroverse hinter sich zu lassen, die wochenlang im Rampenlicht stand.

Der Fall Epstein, die Anklagen gegen ihn und die Veröffentlichung der damit verbundenen Akten waren durch den Krieg in Iran und andere Themen in den Hintergrund geraten – zumindest bis zu den Kommentaren der First Lady.

Melania Trump forderte zudem den Kongress auf, eine öffentliche Anhörung zu organisieren, bei der Überlebende von Epsteins Verbrechen vor den Abgeordneten aussagen und ihre Geschichten ins Kongressprotokoll aufnehmen lassen können.

»Jede Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie möchte«, sagte sie. »Dann, und nur dann, werden wir die Wahrheit haben.«

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