Mit umgerechnet 10 Milliarden Euro verdoppelte Russland nach eigenen Angaben im April seine Rohstoffeinnahmen. Ein Großteil der Einnahmen geht auf das Ölgeschäft zurück.
Aktualisiert am 6. Mai 2026, 20:21 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, tlf
Russland hat im vergangenen Monat nach eigenen Angaben seine Steuereinnahmen durch die Rohstoffförderung verdoppelt. Sie lag demnach bei rund 917 Milliarden Rubel, umgerechnet rund zehn Milliarden Euro. Im März waren es noch 443 Milliarden Rubel (circa 4,9 Milliarden Euro) gewesen, wie aus Zahlen des russischen Finanzministeriums hervorgeht. Rund 8,5 Milliarden Euro der Einnahmen aus dem April gingen demnach auf das Ölgeschäft zurück.
Grund für die Einnahmesteigerungen sind die erhöhten Ölpreise infolge des Irankriegs. Die ukrainischen Angriffe auf die russische Ölindustrie verringerten die Umsätze aus Rohstoffgeschäften. Die Ölindustrie ist eine wichtige Einnahmequelle für Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mit gezielten Drohnenangriffen attackiert die Ukraine deswegen neben Militäranlagen auch die Infrastruktur der Ölindustrie. Durch ukrainische Angriffe wurde der russische Export von Rohöl im März um täglich bis zu 40 Prozent reduziert.
Die Mehreinnahmen der Rohstoffförderung kommen jedoch nicht uneingeschränkt im russischen Staatshaushalt an. Die Hälfte der Öleinnahmen gab die Regierung an die Petrolindustrie zurück. Dadurch sollen die Preissteigerungen für Benzin und Diesel gedämpft und die Raffinerien modernisiert und repariert werden.

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