Irankrieg: Israel meldet Tötung von iranischem Kommandeur

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Anna-Lena Schlitt

Straße von Hormus laut Putin-Berater für Russland offen

Die ​Straße von Hormus ist nach Angaben eines engen Beraters von Wladimir Putin für Russland nicht gesperrt. "Sie ist für uns offen", sagte Juri Uschakow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax im Staatsfernsehen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete, Außenminister Sergej Lawrow habe mit seinem iranischen Amtskollegen telefoniert. Themen seien die Lage in Nahost und die Situation in der Straße von Hormus gewesen. Details dazu wurden zunächst nicht genannt. 

Iven Fenker

Israel will iranischen Kommandeur getötet haben

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei einem Angriff in Teheran sei Dschamschid Eshaghi getötet worden, teilte die Armee mit. Er sei Kommandeur des "Öl-Hauptquartiers" der iranischen Streitkräfte gewesen. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen. 

Eshagi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Iran in der Region verantwortlich gewesen, darunter die Hisbollah sowie die Huthi-Miliz. Eshaghi war auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums gelistet und dort als weltweit agierender Terrorist eingestuft

Iven Fenker

Wie Europa mit dem Irankrieg umgeht

Das Verhältnis zwischen den USA und Europa ist unter der Trump-Regierung länger schon schlecht. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die von Donald Trump geforderte, aber weitestgehend ausbleibende Beteiligung der Europäer verschlechtert die Situation.

Wie genau verhalten sich die großen europäischen Staaten im Irankrieg? Meine ZEIT-Kollegen Hauke Friederichs, Ulrich Ladurner und Carsten Luther haben einen Überblick erarbeitet.

Mehr dazu lesen hier: 

Iven Fenker

Guterres warnt vor Ausweitung des Irankriegs

UN-Generalsekretär António Guterres hat vor einem noch größeren Krieg im Nahen Osten gewarnt. Es gebe zwar diplomatische Bemühungen, Konflikte endeten aber erst, wenn sich Staats- und Regierungschefs für Dialog statt Zerstörung entschieden.

"Viele Aspekte des Konflikts mögen ungewiss sein, aber eines ist sicher: Wenn die Kriegstrommeln weiter schlagen, wird eine Eskalation die Lage nur verschlimmern."

UN-Generalsekretär António Guterres

Guterres forderte die USA und Israel auf, den Krieg gegen den Iran zu beenden. Vom Iran forderte er, die Angriffe auf die Golfregion einzustellen. Zudem verwies er auf die bereits erheblichen Auswirkungen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Dies beeinträchtige das Leben von Menschen weltweit. Sie seien mit steigenden Lebensmittel- und Energiekosten konfrontiert.

Lennart Jerke

Behörde meldet 1.345 Tote im Libanon seit März

Seit Anfang März sind bei israelischen Angriffen im Libanon nach Behördengaben mindestens 1.345 Menschen getötet und 4.040 verletzt worden. Das teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter den Toten seien 125 Kinder, 53 Mitarbeiter des Gesundheitswesens und mehr als 90 Frauen. Binnen 24 Stunden seien zuletzt 27 Menschen getötet und 105 weitere verletzt worden, hieß es. 

Lennart Jerke

Huthis: Wollen im Irankrieg "nicht tatenlos zusehen"

Der Anführer der Huthi-Rebellen im Jemen, Abdul Malik al-Huthi, hat weitere mögliche Kampfhandlungen seiner Miliz angedeutet. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie der Feind seine Ziele erreicht, und wir werden auch nicht die ganze Last anderen überlassen, als ob es uns nicht betreffe", sagte Al-Huthi in einer Rede, die im örtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Für Freitag rief er zu Solidaritätskundgebungen mit dem Iran in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa auf.

Seine Miliz habe sich an Operationen Teherans gegen die USA und Israel beteiligt und dabei Raketen und Drohnen eingesetzt, sagte Al-Huthi. Er lobte Angriffe des Iran auf Interessen der USA und Israels in der Region, etwa wichtige Militärstützpunkte. Die gemeinsamen Operationen mit dem Iran würden fortgesetzt

Eric Voigt

Österreich verbietet den USA alle militärischen Überflüge

Österreich hat den USA alle militärischen Überflüge über sein Gebiet seit Beginn des Irankriegs unter Verweis auf seine Neutralität untersagt. "Es hat Anträge gegeben und diese wurden von Anfang an abgelehnt", sagte ein Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums. Für jeden Überflug müsse ein Antrag gestellt werden und "immer wenn es sich um ein Land handelt, das sich im Krieg befindet, wird der Antrag abgelehnt – in diesem Fall in Abstimmung mit dem Außenministerium", fügte er hinzu.

Österreich ist seit 1955 ein neutrales Land und im Norden, Süden und Osten von Mitgliedstaaten der Nato umgeben. Im Westen grenzt es an die ebenfalls neutrale Schweiz, die bereits Mitte März mitgeteilt hatte, den USA die Nutzung ihres Luftraums untersagt zu haben. US-Präsident Donald Trump hat Nato-Mitgliedstaaten wie Frankreich und Spanien zuletzt kritisiert, die den USA verboten hatten, ihren Luftraum für den Krieg im Iran zu nutzen.

Lennart Jerke

UN werfen Israel gezieltes Töten von Journalisten im Libanon vor

Mehrere UN-Expertinnen und -Experten haben Israel vorgeworfen, im Libanon gezielt Journalisten zu töten. Die Sonderberichterstatterin für den Schutz der Meinungsfreiheit, Irene Khan, und zwei weitere Experten sprachen von einem eklatanten Angriff auf die Pressefreiheit und einer "mittlerweile gängigen und gefährlichen Praxis Israels". Israel töte libanesische Journalisten gezielt und werfe ihnen anschließend ohne Beweise vor, sie hätten mit bewaffneten Gruppen wie der Hisbollah zu tun. Ähnliche Vorwürfe gibt es auch im Zusammenhang mit Einsätzen des israelischen Militärs im Westjordanland und dem Gazastreifen. 

Am vergangenen Samstag hatte das israelische Militär zwei Reporter und einen Kameramann der Hisbollah-nahen Sender Al Manar und Al Mayadeen mit einem Luftschlag getötet, als sie in ihrem Auto zu Recherchen unterwegs waren. Israel sprach von "Terroristen". Jedoch sei die Berichterstattung für ein Medium, das mit Milizen verbunden sei, keine Beteiligung an Kampfhandlungen im Sinne des humanitären Völkerrechts, stellten die Expertinnen klar. "Die israelischen Verantwortlichen wissen das, ignorieren es aber."

Laut einem Bericht der UN wurden seit 2023 mindestens 259 Journalistinnen und Medienschaffende von Israel getötet. Darunter sind den Angaben zufolge 210 palästinensische Journalisten in Gaza und 14 im Libanon. Mindestens 64 Medienvertreterinnen sollen gezielt angegriffen worden sein.

Eric Voigt

Iran erlaubt philippinischen Schiffen Durchfahrt durch Straße von Hormus

Der Iran hat den Philippinen eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus für Öllieferungen zugesichert. Wie das philippinische Außenministerium mitteilte, habe Irans Außenminister Abbas Araghtschi in einem Telefonat versichert, der Iran werde "die sichere, ungehinderte und zügige Durchfahrt“ ermöglichen. Das sichere die beständige Belieferung mit Öl und Düngemitteln.

Die Philippinen sind äußerst abhängig von Energieimporten aus dem Nahen Osten. Präsident Ferdinand Marcos hatte in der vergangenen Woche angesichts der Auswirkungen des Irankriegs auf die Versorgung des Landes einen nationalen Energienotstand ausgerufen.

Alexander Eydlin

Französischer Flugzeugträger bleibt über Ostern in kretischer Bucht

Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle, mit dem Frankreich angesichts des Irankriegs militärische Präsenz im östlichen Mittelmeer zeigen will, ist in der Bucht von Souda auf Kreta eingelaufen. Laut griechischen Medienberichten soll das Schiff bis zum 7. April dort bleiben.

Die Bucht von Souda ist ein wichtiger logistischer Knotenpunkt für EU- und Nato-Einsätze im Mittelmeer. Die Charles de Gaulle kann von dort aus binnen eines Tages Zypern erreichen. Ausgelöst von einem Drohnenangriff gegen den britischen Stützpunkt auf Zypern Anfang März haben mehrere europäische Länder ihre Präsenz in der Region verstärkt. So hat Frankreich bereits Flugabwehrsysteme auf Zypern installiert.

Eric Voigt

Sieben Tote nach israelischen Angriffen im Süden Libanons

Bei neuerlichen israelischen Angriffen im Südlibanon sind Berichten zufolge sieben Menschen getötet worden. In der Stadt Sebdin in der Provinz Nabatije sei ein vierstöckiges Wohngebäude getroffen worden, meldete die internationale Nachrichtenagentur NNA. Dabei seien ein Mitglied des Verwaltungsrats, dessen Bruder und Mutter ums Leben gekommen.

Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien bei einem weiteren Angriff in der Stadt Ramadije im Bezirk Tyrus vier Menschen getötet und drei weitere verletzt worden.

Sophia Reddig

Israel meldet Tötung von mehr als 40 Hisbollah-Mitgliedern

Israel meldet den Tod zahlreicher Mitglieder der libanesischen Hisbollah. Bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus seien in den vergangenen 24 Stunden mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützten Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung mit. Die Hisbollah hieß verlauten, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.

Eric Voigt

Macron schließt Beteiligung an einer gewaltsamen Öffnung der Straße von Hormus aus

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine militärische Operation zur gewaltsamen Öffnung der Straße von Hormus als unrealistisch zurückgewiesen. "Manche vertreten die Idee, die Straße von Hormus mit Gewalt durch eine Militäroperation zu befreien“, sagte Macron mit Blick auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump. Frankreich habe eine solche Option nie unterstützt, betonte er. Ein Einsatz würde "ewig dauern“ und die Schifffahrt in der Meerenge erheblichen Risiken aussetzen.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Verbündeten der USA aufgefordert, auf eine Wiedereröffnung der strategisch und für den Welthandel wichtigen Wasserstraße hinzuwirken.

Lennart Jerke

Irland kritisiert Wortwahl Trumps zu Iran

Der irische Ministerpräsident Micheál Martin hat die rhetorischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump in Richtung Iran kritisiert. Dieser hatte in der Nacht zum Donnerstag weitere Angriffe angekündigt und gesagt, man werde den Iran "zurück in die Steinzeit schicken, wo sie hingehören." Eine solche Wortwahl sei inakzeptabel, sagte Martin. Das iranische Regime sei repressiv, aber der Krieg der USA bringe Krieg und Zerstörung auch über jene Iraner, die nichts mit den Mullahs zu tun hätten.

Lennart Jerke

NRW verlängert Abschiebestopp in den Iran bis Juli

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen hat den Abschiebestopp von Menschen in den Iran um weitere drei Monate verlängert. Er gilt nun bis Mitte Juli. NRW-Fluchtministerin Verena Schäffer begründete die Entscheidung mit einer deutlich verschärften Sicherheitslage durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran. "Für Straftäter und Gefährder gilt der Abschiebestopp nicht", fügte die Grünenpolitikerin hinzu. Der Bund sei jetzt gefordert, einheitliche Regelungen zum Schutz von Menschen aus dem Iran zu schaffen. NRW hatte bereits im Januar entschieden, aufgrund von massiven Menschenrechtsverletzungen und des brutalen Vorgehens gegen die Zivilbevölkerung vorerst nicht in den Iran abzuschieben.

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