Ein Öltanker aus Thailand sowie ein Frachtschiff aus China haben die Straße von Hormus passiert. Iran kündigte zuvor an, "nicht feindliche Schiffe" passieren zu lassen.
Aktualisiert am 25. März 2026, 10:41 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AP, dpa, yer
Der Iran lässt wieder vereinzelt Schiffe durch die größtenteils blockierte Straße von Hormus. Ein Öltanker aus Thailand hat die Straße nach Angaben der thailändischen Regierung sicher passiert. Thailands Außenminister Sihasak Phuangketkeow habe vorher mit dem iranischen Botschafter in Thailand gesprochen und um die Gewährleistung einer sicheren Durchfahrt gebeten. Ein weiteres thailändisches Schiff warte noch auf die Genehmigung zur Durchfahrt. Am Dienstag hatte bereits ein chinesisches Frachtschiff einen vom Iran eingerichteten, angeblich sicheren Korridor in der Straße von Hormus durchquert.
Zuvor hatte der Iran angekündigt, die seit Kriegsbeginn bestehende Blockade der Straße von Hormus zu lockern. Die iranische UN-Vertretung verkündete, dass "nicht feindliche" Schiffe die Straße passieren dürften, sofern sie sich nicht an militärischen Aktivitäten gegen den Iran beteiligten, sich an die Sicherheitsbestimmungen hielten sowie die Durchfahrt mit iranischen Behörden abstimmten.
Reeder aus China nimmt wieder Aufträge für die Region an
Der chinesische Reedereikonzern Cosco teilte nach der iranischen Ankündigung mit, "mit sofortiger Wirkung" wieder Transportaufträge für Frachtcontainer mit Zielorten in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Kuwait oder Irak anzunehmen.
Seit Beginn des Irankriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen und setzte wegen gestiegener Treibstoffpreise US-Präsident Donald Trump innenpolitisch unter Druck.
Die USA haben dem Iran Medienberichten zufolge über Pakistan einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Der Vorschlag umfasse Sanktionserleichterungen, eine Zusammenarbeit bei einem Atomprogramm zu zivilen Zwecken, eine Einschränkung des derzeitigen iranischen Atomprogramms und eine Beobachtung durch die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA, berichtet die Nachrichtenagentur AP mit Verweis auf pakistanische Regierungskreise. Außerdem sehe der Plan die Öffnung der Straße von Hormus vor.
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