Der US-Präsident fordert laut einem Medienbericht, der Oman solle sich nicht in US-Verhandlungen mit dem Iran einmischen. Andernfalls würden die USA das Land angreifen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, voi 17. August 2026, 20:28 Uhr
US-Präsident Donald Trump hat dem Oman mit Angriffen gedroht, sollte sich der Golfstaat bei einem möglichen US-Abkommen mit dem Iran zur Zukunft der Straße von Hormus einmischen. Wie der Sender Fox News berichtete, äußerte Trump die Drohung auf eine Frage des Reporters Trey Yingst. Dieser sagte: »Ich habe den Präsidenten zu den (…) parallelen Gesprächen befragt, die zwischen dem Iran und Oman über die Kontrolle der Straße von Hormus geführt werden.« Trump habe darauf geantwortet: »Wenn sich der Oman in den Weg stellt, werden wir sie in Grund und Boden bomben.«
Der US-Präsident sagte Yingst zufolge, dass Gespräche mit der iranischen Revolutionsgarde über geheime Kanäle liefen. Trump sagte demnach, dass er trotz der im Rahmenabkommen festgesetzten und mittlerweile abgelaufenen 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit dem Iran nicht unter Druck stehe. »Ich habe es nicht eilig«, sagte er laut Yingst. Trump verlangte demnach außerdem eine Kapitulation des Iran. Zu den iranischen Unterhändlern sagte er: »Es sind gute Pokerspieler, aber sie werden zugrunde gehen.«
Zu dem Telefoninterview zwischen Yingst und Trump stellte Fox News keine Audioaufnahmen zur Verfügung. Die Echtheit der Aussagen lässt sich deshalb nicht überprüfen. Es wäre jedoch nicht das erste Mal, dass Trump dem Oman gedroht hat. Im Mai sagte er zu Reportern, der Oman werde »sich genau wie jeder andere benehmen, oder wir werden sie in die Luft sprengen müssen«.
Oman arbeitet an einer Lösung für die Schifffahrt in der Straße von Hormus
Das zwischen dem Iran und den USA ausgehandelte Rahmenabkommen vor rund zwei Monaten sah unter anderem vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden – in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.
Zuletzt hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mitgeteilt, diese Gespräche befänden sich in der »Endphase«. Beide Seiten arbeiteten an einer gemeinsamen Erklärung zu dem Thema, teilte das iranische Außenministerium mit.
Angesichts des Fristablaufs des Rahmenabkommens mahnte UN-Generalsekretär António Guterres über seinen Sprecher: »Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt.« Guterres forderte den Iran und die USA auf, wieder Verhandlungen aufzunehmen und »die Rhetorik zu mäßigen, die wir in den letzten Tagen vernommen haben«, hieß es in der Mitteilung.
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