US-Präsident Donald Trump hat einen Machtwechsel im Iran als "das Beste" bezeichnet und den Druck erhöht. Der Schah-Sohn Reza Pahlavi fordert sein Eingreifen.
14. Februar 2026, 3:03 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters, htg
US-Präsident Donald Trump sieht in einem Machtwechsel im Iran die beste Option. "Es scheint, dass es das Beste wäre, was passieren könnte", sagte Trump auf dem US-Militärstützpunkt Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina auf eine Journalistenfrage, ob er einen Regimewechsel im Iran wolle.
Seit vergangener Woche verhandeln Unterhändler der USA und des Iran indirekt über eine mögliche Lösung im langjährigen Streit um das Atomprogramm des Iran. Die Gespräche sollen kommenden Dienstag in Genf fortgesetzt werden. Trump hatte vor "sehr traumatischen" Konsequenzen gewarnt, sollte der Iran kein neues Atomabkommen akzeptieren.
Trump kündigte zudem an, einen zweiten Flugzeugträgerverband in die Region zu schicken. Es handele sich um die USS Gerald R. Ford, den modernsten Flugzeugträger der US-Marine. Falls es in den Atomverhandlungen mit dem Iran keine Einigung gebe, "werden wir ihn brauchen", sagte Trump und fügte hinzu: "Manchmal muss man Furcht erzeugen." Furcht sei das Einzige, was die Situation klären werde.
Sohn des früheren Schahs fordert Eingreifen durch die USA
Bereits Ende Januar hatte Trump den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln in die Golfregion geschickt, um angesichts des gewaltsamen Vorgehens des Regimes gegen Demonstrierende den Druck auf die Regierung in Teheran zu erhöhen. Um den Jahreswechsel hatte es im Iran wochenlang Massenproteste gegen die Regierung gegeben, bei deren Niederschlagung Tausende Menschen getötet wurden.
Auf der Münchner Sicherheitskonferenz forderte der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, ein Eingreifen im Iran. "Ich denke, viele Iraner im Inland und im Ausland hoffen, dass eine Intervention, die das Repressionsinstrument des Regimes neutralisiert, uns endlich eine Chance auf eine endgültige Lösung gibt", sagt Pahlavi.
Er appellierte dabei insbesondere an Trump: "Präsident Trump ist sich der Tatsache bewusst, dass das iranische Volk bei seiner Bitte um Unterstützung sehr eindeutig ist. Es hat seinem (Trumps) Versprechen geglaubt, dass Hilfe naht." Mitte Januar hatte Trump die Protestierenden im Iran ermutigt, weiterzumachen. "Hilfe ist unterwegs", versprach Trump damals. Seither warte jeder innerhalb des Iran und außerhalb, dass er sein Versprechen einlöse, sagte Pahlavi.
US-Militär bereitet sich offenbar auf längeren Einsatz vor
Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bereitet sich das US-Militär für den Fall eines Eingreifens im Iran auf eine längere militärische Auseinandersetzung vor. Unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte Regierungsvertreter berichtete Reuters von komplexeren Planungen, als dies bei früheren Einsätzen der Fall gewesen sei.
Im Juni vergangenen Jahres griff das US-Militär in einer Überraschungsoperation mit Tarnkappenbombern und speziellen bunkerbrechenden Bomben unterirdische iranische Atomanlagen an. Bei einem größer angelegten Angriff könnten den Regierungsinsidern zufolge auch staatliche und sicherheitsrelevante Einrichtungen des Iran getroffen werden. Die USA rechneten demnach im Falle eines Angriffs fest mit einer Vergeltung durch den Iran, was zu gegenseitigen Schlägen über einen längeren Zeitraum führen könnte.

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