Trump sagt, die USA sprächen mit dem Iran. Der Iran widerspricht. Und: Anders als die Bundesregierung nennt Bundespräsident Steinmeier den Irankrieg "völkerrechtswidrig".
24. März 2026, 17:16 Uhr
Der Iran widerspricht US-Präsident Donald Trump, der behauptet hatte, beide Länder führten Gespräche. "Es haben keine Verhandlungen mit den USA stattgefunden", schrieb Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf auf X. Die USA versuchten mit der Behauptung lediglich, die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren, so Ghalibaf. Auch das iranische Außenministerium widersprach. Der US-Präsident hatte am Dienstag ein Ultimatum an den Iran verlängert, da es einen "guten und produktiven" Austausch zwischen den Ländern gebe. Finden die Gespräche tatsächlich statt – und welche Forderungen stellt Trump an den Iran? Das erklärt Omid Rezaee, Iranexperte der ZEIT.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält den Krieg der USA und Israels gegen den Iran für völkerrechtswidrig. In seiner Rede zum 75. Jahrestag der Neugründung des Auswärtigen Amtes sagte er: "Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen." Daran, dass der Krieg völkerrechtswidrig sei, "gebe es wenig Zweifel". Steinmeier positioniert sich damit deutlicher als die Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte nach Kriegsbeginn von einem völkerrechtlichen "Dilemma" gesprochen. Warum wird Steinmeier deutlicher als der Kanzler? Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT, ordnet die Aussage Steinmeiers ein.
Die Polizei hat im Zusammenhang mit einem Stromausfall in Berlin im September 2025 mehrere Häuser durchsucht. Rund 500 Beamte durchsuchten insgesamt 14 Objekte in Berlin und drei weitere in anderen Bundesländern. Laut der Berliner Polizei gehe es um den Verdacht der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Bildung einer kriminellen Vereinigung und der Brandstiftung. Im September 2025 hatten mutmaßliche Linksextremisten einen Brandanschlag auf einen Strommast in Berlin-Adlershof verübt und Starkstromkabel weitgehend zerstört. Etwa 50.000 Haushalte und 2.000 Gewerbe waren für rund 60 Stunden ohne Strom. Der Ausfall in Adlershof war bis zum Anschlag im Januar 2026 der längste in der Berliner Nachkriegsgeschichte. Was den Verdächtigen vorgeworfen wird und warum die Ermittlungen äußerst schwer verlaufen, erklärt Christoph Heinemann, Politikredakteur der ZEIT.
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Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Benjamin Probst und Susanne Hehr
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