Iran-Krieg: Macron sagt Zypern Unterstützung zu

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"Wer Zypern angreift, greift auch Europa an", sagt Emmanuel Macron nach dem iranischen Drohnenangriff. Eine internationale Mission soll die Straße von Hormus sichern.

Aktualisiert am 9. März 2026, 15:21 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

 Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Mitte) hat den zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides (rechts) und den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis getroffen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (Mitte) hat den zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides (rechts) und den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis getroffen. © Gomzalo Fuentes/​AFP/​Getty Images

Nach dem iranischen Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dem EU-Land Solidarität zugesichert. "Wer Zypern angreift, greift auch Europa an", sagte Macron nach einem Treffen mit Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis und Griechenlands Regierungschef Kyriakos Mitsotakis auf dem zyprischen Flughafen von Paphos.

Frankreich habe bereits eine Fregatte und Luftabwehrsysteme in die Region entsandt, sagte Macron. Auch der Flugzeugträger Charles de Gaulle und seine Kampfgruppe befänden sich in der Nähe der Insel. Christodoulidis sagte, für die schnelle Entsendung von Schiffen und Luftabwehrsystemen mehrerer EU-Staaten sei das zyprische Volk dankbar.

In der Nacht zum 2. März hatte eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol getroffen und geringen Schaden angerichtet. Griechenland entsandte daraufhin vier F-16-Kampfjets und zwei Fregatten nach Zypern. Auch Italien und Spanien schickten Schiffe in die Region.

Mission in der Straße von Hormus

Macron kündigte bei dem Besuch eine internationale Mission an, um die vom Iran gesperrte Straße von Hormus abzusichern. Diese werde "rein defensiv sein", sagte Macron. Gespräche darüber mit europäischen und nichteuropäischen Partnern hätten bereits begonnen. Konkret sei die Begleitung von Tankern und Containerschiffen "nach dem Ende der heißen Phase des Konflikts" im Iran geplant.

Die Wiederöffnung der Meerenge, die als Nadelöhr für den Transport von Öl und Gas gilt, sei "von entscheidender Bedeutung für die Weltwirtschaft", sagte Macron. Der Präsident kündigte die Entsendung zweier weiterer Fregatten in das Rote Meer an, wo seit 2024 ein EU-Einsatz die Schifffahrt absichert. Damit habe Frankreich vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs insgesamt acht Fregatten, zwei Hubschrauberträger und den Flugzeugträger Charles de Gaulle im Einsatz. "Diese Mobilisierung unserer Marine ist beispiellos", sagte Macron. Am Nachmittag wollte er per Hubschrauber den Flugzeugträger besuchen, der derzeit in der Nähe von Zypern fährt.

Zypern ist der EU-Staat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt. Die Insel im östlichen Mittelmeer liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Libanon und Israel entfernt.

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