Hürtgenwald: Löscharbeiten in der Eifel – Landrat hofft auf schnelle Kontrolle

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Der Dürener Landrat Ralf Nolten zeigt sich zuversichtlich, dass der Waldbrand in Hürtgenwald zügig bekämpft werden kann. Er habe die Hoffnung, »dass wir heute, spätestes morgen in der Situation sind zu sagen: Wir haben ein hohes Maß an Kontrolle«.

Jeder, der schon einmal gegrillt habe, wisse, dass ein Feuer erst aus sei, wenn die Asche abgelöscht und in der Tonne sei. »Das werden wir natürlich in den nächsten zwei Tagen nicht erreichen können«, sagte Nolten. Er hoffe aber auf eine Lage, in der »wir sagen können: Ja, wir haben die Dinge so weit im Griff.«

Seit Donnerstag brennen rund 300 Hektar Wald in der Eifel, unweit der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen. Das entspricht einer Fläche von etwa 420 Fußballfeldern. Doch der Waldbrand hat sich in der Nacht nicht weiter ausgebreitet, es ging kaum Wind.

Wetter muss mitspielen

Die Flammen hatten demnach am Samstagmorgen noch immer einen Abstand von 150 bis 200 Meter zum Ortsteil Gey, so die Feuerwehr. Weil die Flammen davor gefährlich nah vorgerückt waren, hatte die Feuerwehr am frühen Freitagmorgen die Evakuierung des Ortsteils angeordnet.

 Lageberichte abwarten

Landrat Ralf Nolten (rechts) mit Bürgermeister Stephan Cranen und NRW-Innenminister Herbert Reul (Mitte) : Lageberichte abwarten

Foto: Federico Gambarini / dpa

Er sei »sehr, sehr zuversichtlich«, dass der evakuierte Ortsteil Gey bald wieder freigegeben könne, sagte Nolten nun. Allerdings sage der Wetterdienst noch eine Gewitterzelle mit Sturmböen voraus.

Hier müsse man die Entwicklung noch abwarten, so Nolten. »Das Fatalste, was wir machen könnten, wäre, dass wir sagen: Ihr könnt zurück! Und dann kommt die Gewitterzelle, und dann sagen wir anschließend: Nee, ihr müsst doch bis morgen warten.«

Er wisse natürlich: »Jeder schläft gern zu Haus im eigenen Bett, und ich teile die große Hoffnung, dass es dann auch heute Abend das eigene Bett sein wird, aber ob das so ist, können wir im Augenblick definitiv noch nicht entscheiden.« Es gelte, die nächsten Lageberichte vom Nachmittag und Abend abzuwarten.

Brandursache wird noch ermittelt

Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hält derweil menschliches Fehlverhalten als Auslöser des Großbrandes im Hürtgenwald für möglich. Das sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk.

»Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen, dass einiges dafür sprechen könnte.« Beweise für ihre These gebe es aber noch nicht.

Die Löscharbeiten und die Sicherheit der Menschen stünden im Vordergrund. Wenn der Einsatz beendet sei, werde die Lage noch einmal in Gänze aufgerollt. »Aber festhalten kann man: Es ist nahezu immer menschliches Fehlverhalten die Ursache«, erläuterte Gorißen.

Der Wald entzünde sich nicht »von alleine«. In der Regel sei es eine weggeworfene Kippe oder dass jemand Glas liegen gelassen habe. Manchmal sei es auch Brandstiftung.

Die Polizei Köln hat Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes im Hürtgenwald aufgenommen und dafür ein Hinweisportal  für Zeugen eingerichtet.

Wie die Evakuierung für Bewohnerinnen und Bewohner in der Gemeinde Hürtgenwald ablief und wie es ihnen geht, lesen Sie hier.

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