Humanitäre Krise: Könnte mal jemand laut schreien?

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© Ralf Hirschberger/​AFP/​Getty Images

Aus der Serie: Fünf vor acht

Der Ebolaausbruch in der Demokratischen Republik Kongo zeigt, was passiert, wenn internationale Hilfe gekürzt wird. Menschen sterben, weil sie nicht wichtig genug sind.

21. Mai 2026, 7:40 Uhr

 Anwohner waschen sich in Goma in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) unter Anleitung von medizinischem Personal die Hände.
Anwohner waschen sich in Goma in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) unter Anleitung von medizinischem Personal die Hände. © XinHua/​dpa

Ebola war bislang eine Seuche, die uns in Europa nichts anging – was »Afrikanisches« eben. Nun hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach dem jüngsten Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo eine »internationale gesundheitliche Notlage« ausgerufen. Und ein US-Amerikaner, der sich dort infiziert hat, ist zur Behandlung nach Berlin ausgeflogen worden. Das Interesse in unseren Breitengraden dürfte also steigen. Vielleicht auch für die Frage, ob die Epidemie hätte verhindert werden können.

In der Demokratischen Republik Kongo haben Mediziner und lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen in den vergangenen Jahren Übermenschliches geleistet, um Ebolapatienten schnell zu identifizieren, wenn möglich zu behandeln, ihre Kontaktpersonen aufzuspüren und ein Frühwarnsystem aufzubauen. Wichtigster Unterstützer in Sachen Geld und Know-how war USAID, die US-Behörde für humanitäre und Entwicklungshilfe. Die aber existiert nicht mehr.

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