Honduras: Ex-Präsident von Honduras kehrt nach Begnadigung von Trump zurück

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Mehr als vier Jahre nach seiner Auslieferung an die USA wegen Drogendelikten ist Ex-Präsident Hernández zurück in Honduras. US-Präsident Donald Trump hatte ihn begnadigt.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, 26. Juli 2026, 22:36 Uhr

 Juan Orlando Hernández mit seiner Frau Ana García Carías bei der Rückkehr am internationalen Flughafen Pamerola
Juan Orlando Hernández mit seiner Frau Ana García Carías bei der Rückkehr am internationalen Flughafen Pamerola © Leonel Estrada/​Reuters

Der wegen Drogendelikten in den USA verurteilte ehemalige Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist in sein Heimatland zurückgekehrt. Hernández wurde von seiner Familie am internationalen Flughafen Palmerola empfangen, wie ein von ihm auf der Plattform X geteiltes Video zeigt. Grund für die Rückkehr des Ex-Präsidenten ist eine Begnadigung durch US-Präsident Donald Trump.

Eigentlich war Hernández zu einer 45-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Trump hatte jedoch im vergangenen November einen Straferlass beschlossen. Im Dezember wurde Hernández aus dem Gefängnis entlassen. Der Ex-Staatschef sei »sehr hart und unfair behandelt« worden, begründete Trump damals die Entscheidung.

Hernández wurde 2024 von einem Gericht in New York verurteilt, weil er den Schmuggel von überwiegend aus Kolumbien und Venezuela stammenden Kokain über das mittelamerikanische Honduras in die USA möglich gemacht haben soll. Hernández war kurz nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2022 an die USA ausgeliefert worden.

Hernández muss sich bald in Honduras vor Gericht verantworten

In seinem Heimatland muss der Ex-Präsident Anfang August vor Gericht erscheinen. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll ein Netzwerk aus früheren hochrangigen Beamten in der Zeit von 2010 bis 2013 für Auszahlungen öffentlicher Gelder im Umfang von umgerechnet mehr als neun Millionen Euro an diverse Stiftungen verantwortlich sein. Hernández habe von den Auszahlungen profitiert, indem er unter anderem über Briefkastenfirmen mindestens zwei Millionen Euro für seinen Wahlkampf bekommen habe.

Der Ex-Präsident, der Honduras von 2014 bis 2022 regierte, bestreitet die Vorwürfe. Beobachterinnen und Beobachter befürchten, dass es sich um einen Scheinprozess handeln und Hernández ohne Strafe davonkommen wird. Ein Haftbefehl gegen Hernández wurde kürzlich außer Kraft gesetzt.

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