Die Hitzewelle hält an. Obwohl noch keine Rekordtemperaturen zu erwarten sind, sagt der Wetterdienst heiße Temperaturen und teilweise Unwetter für das Wochenende voraus.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, iyf Aktualisiert am 20. Juni 2026, 9:56 Uhr
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit hohen Temperaturen in Deutschland am Wochenende und teilweise auch mit Unwettergefahr. Für den heutigen Samstag geht der DWD von »schwülheißen 30 bis 38 Grad« aus. Die höchsten Temperaturen sollen demnach im Südwesten erreicht werden. Ein Ende der Hitzewelle steht demnach vorerst nicht bevor. Am vergangenen Freitag wurden laut DWD der Tageshöchstwert von 38,5 Grad im bayerischen Kitzingen gemessen. Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz lag mit 38,0 Grad wenig dahinter, gefolgt von Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg) und Andernach (Rheinland-Pfalz) mit 37,5 Grad. In Frankfurt am Main war es 37,2 Grad heiß.
Zunächst könnte es jedoch noch heißer werden. »Da können noch höhere Werte kommen«, sagte eine DWD-Sprecherin. Zudem können teils kräftige Gewitter drohen. Diese gab es auch örtlich schon vergangenen Freitag, so zogen etwa über Teile Nordrhein-Westfalens heftige Gewitter. Auch das Musikfestival Southside in Baden-Württemberg musste wegen eines Unwetters zeitweise unterbrochen werden. Im Norden findet parallel das Hurricane-Festival statt, beide Events zählen über das ganze Wochenende Zehntausende Besucher. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg zum Beispiel rückten in der Nacht Feuerwehren dutzende Male etwa wegen Schäden durch Unwetter aus.
Fußball-Fans, die das WM-Spiel Deutschland gegen Elfenbeinküste am Samstagabend draußen beim Public Viewing verfolgen wollen, dürften aber nicht von Gewittern betroffen sein.
Noch keine Rekordtemperaturen
Kommenden Sonntag, dem längsten Tag des Jahres und kalendarischen Sommeranfang, sollen die Höchstwerte laut DWD noch voraussichtlich zwischen 30 und 39 Grad liegen. Obwohl die Temperaturen außergewöhnlich hoch sind, wurden in den vergangenen Tagen noch keine Rekordwerte überschritten. Mit 41,2 Grad wurde am 25. Juli 2019 die insgesamt höchste Temperatur in Tönisvorst und Duisburg-Baerl gemessen. Der höchste jemals im Monat Juni gemessene Wert war ebenfalls 2019 39,6 Grad in Bernburg in Sachsen-Anhalt.
Hitzewellen sind im Zuge des Klimawandels häufiger und intensiver geworden. Besonders Ältere, Kinder, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet.

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