Hasan Piker ist für seine Kritik an Trump und Israel bekannt. Er und sein Onkel sollten bei Veranstaltungen in Großbritannien sprechen – dürfen jedoch nicht einreisen.
Quelle: DIE ZEIT, AP, dar Aktualisiert am 1. Juni 2026, 17:51 Uhr
Britische Behörden haben dem türkisch-amerikanischen Streamer
Hasan Piker und dem politischen Kommentatoren Cenk Uygur die Einreise
verweigert. Beide hätten bei öffentlichen Veranstaltungen in Großbritannien
auftreten sollen. Das Innenministerium teilte jedoch mit, die elektronischen
Reisegenehmigungen für Piker und Cenk Uygur seien annulliert worden.
Als Erklärung teilte das Ministerium mit, die Genehmigungen seien gestrichen worden, weil die Anwesenheit der beiden in Großbritannien »dem öffentlichen Wohl möglicherweise nicht zuträglich« sei. Entscheidungen, eine elektronische Reisegenehmigung aus diesen Gründen zu verweigern oder zu annullieren, beruhten ausschließlich auf einer Bewertung des potenziellen Risikos, das eine Person für die britische Gesellschaft darstellen könne, teilte das Ministerium mit.
Piker ist ein liberaler politischer Kommentator und dafür bekannt, häufig US-Präsident Donald Trump, Israel und den Krieg im Gazastreifen zu kritisieren. Auf der Plattform Twitch hat er 2,8 Millionen Follower. Uygur moderiert die politische Online-Talkshow The Young Turks und ist Pikers Onkel.
»Sind wir überhaupt noch frei?«
Piker und Uygur sollten in diesem Monat beim Festival SXSW London sprechen, das sich mit Kultur, Technologie und Kreativität befasst. Uygur sollte außerdem bei der Oxford Union auftreten, einer renommierten studentischen Debattiergesellschaft.
»Ein trauriger Zustand, in dem offensichtlich die Interessen Israels höchste Priorität haben«, sagte Piker auf seinem Youtube-Kanal. Uygur schrieb auf der Plattform X, ihm werde »wegen Kritik an Israel« die Einreise untersagt. Weiter fragte er: »Sind wir überhaupt noch frei?«
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Piker wurde in der Vergangenheit antisemitische Rhetorik vorgeworfen – unter anderem wegen Aussagen zugunsten der Terrororganisation Hamas. Der Labour-Abgeordnete David Taylor, der gefordert hatte, Piker die Einreise zu verwehren, sagte, es gebe keinen Grund, »unsere Türen für jene zu öffnen, die Hass und Spaltung verbreiten wollen – insbesondere jemanden, der eine verbotene Terrorgruppe unterstützt hat«. Der Vorsitzende der Grünen, Zack Polanski, warf der Regierung dagegen vor, »alles Mögliche« zu tun, um Kritik an der israelischen Regierung verstummen zu lassen.

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