Griechenland: Mehr als 250 Urlauber mit Booten vor Waldbrand gerettet

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Wegen eines heftigen Waldbrands nahe zwei beliebten Urlaubsorten sind im Norden Griechenlands Dutzende Touristen über das Meer in Sicherheit gebracht worden. Mehr als 250 Urlauber, viele von ihnen mit Kindern auf dem Arm und in Badebekleidung, wurden laut Medienberichten mit 15 kleinen Notfallbooten evakuiert. Die griechische Zivilschutzbehörde hatte zuvor per Telefon Evakuierungsaufforderungen an die Menschen in den beiden Ferienorten Siviri und Fourka verschickt.

Innerhalb weniger Stunden nach Ausbruch des Feuers näherte sich der Brand den Häusern rund um die beiden Ferienorte, die im Sommer voller Touristen sind. Typisch für die Region sind leicht entflammbare Kiefernwälder. Die Flammen kamen einem Feuerwehrsprecher zufolge gefährlich nah an die Strände heran. Die Evakuierung über das Meer sei daher der einzig mögliche Fluchtweg gewesen.

Aufnahmen des griechischen Fernsehsenders ERT zeigen Dutzende Menschen auf einem im Wasser treibenden Ponton, die auf Rettung warteten, während Rauch den Himmel über den Ferienorten verdunkelte. Zudem kam es zu Staus auf den Straßen, da viele Menschen versuchten, den Flammen in Fourka und Siviri auf dem Landweg zu entkommen.

Der Feuerwehr zufolge bekämpfen Löschflugzeuge, Hubschrauber und fast 150 Feuerwehrleute die Flammen, die sich über die Halbinsel Chalkidiki südlich der Stadt Thessaloniki ausbreiteten. Der Einsatz wird den Angaben zufolge durch starken Wind erschwert.

In Griechenland herrscht weiterhin hohe Waldbrandgefahr. In den vergangenen Tagen hatte ein Großbrand nordwestlich von Athen mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschgebiet und landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Der Feuerwehr gelang es aufgrund heftigen Winds erst nach fünf Tagen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.

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