Weil Goethe ein unerschöpfliches Thema ist, wuchern Bücher über ihn gerne ins Opulente aus. Dennoch bleibt der Kern der Sache ein bisschen im Nebulösen. Das ermutigt dann wieder den nächsten Biographen. Und immer so fort. Ein Geist wie Goethe ist schwer zu fassen. Vielleicht verzichten deshalb mittlerweile gar nicht so wenige Lehrer, die hierzulande Türen zu universitärer Bildung öffnen, ganz auf die Vermittlung auch nur spärliche der so wundervoll unikat in Worte gefassten Gedanken des Gelehrten, Autors und Beamten, des wohlhabenden Bürgersohns, der für mehr als fünfzig Jahre als fürstlicher Favorit in Weimar lebte. Man kann die hinter diversen Pragmatismen verborgene Gedankenfaulheit der Pädagogen bedauern oder die daraus gewachsenen Bildungslücken skandalös finden. Das ändert nichts. Es ist, wie es ist.

vor 2 Stunden
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