Getty Images: Lizenz für OpenAI verdoppelt Aktienkurs

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Die Bildagentur Getty Images lizenziert ihre Datenbanken an OpenAI für die Ausgabe bei OpenAIs großem Sprachmodell ChatGPT. Das hat Getty Images am Sonntag bekanntgegeben. Daraufhin explodierte der Aktienkurs Montagmorgen (Ortszeit New York). Bildgenerierung durch LLMs bedroht das Geschäftsmodell Getty Images'; der neue Vertrag zeigt, dass es auch Umsatzpotenzial gibt.

Kurz nach Handelsbeginn an der New Yorker Börse NASDAQ markierten die Anteile bei 1,48 US-Dollar – ein Zuwachs von 145 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag und der höchste Kurs seit Mitte Dezember. Seit Mitte Februar war Getty Images ein sogenannter Pennystock, die Aktien notierten unter einem Dollar.

Das hat einen Countdown für die Auslistung der Aktie ausgelöst, den ein Schlusskurs über einem Dollar stoppen würden. Doch im Verlauf des Montags ebbte die Euphorie ab: Getty Images' Ankündigung spricht nur von der Anzeige der lizenzierten Inhalte bei „Suche und Entdeckung” in ChatGPT. Von einer Freigabe des Bild- und Videomaterials für legales Training des Sprachmodells (LLM) ist keine Rede. Entsprechend geringer dürfte die Lizenzgebühr ausfallen, die Getty Images lukriert.

Zudem ist die genaue Laufzeit Lizenz unbekannt, die Mitteilung spricht lediglich von „mehrjährig”. Im Handelsverlauf ist Getty Images' Aktienkurs gegenüber dem morgendlichen Hoch deutlich. Am Nachmittag fiel das Wertpapier wieder der Dollarmarke entgegen.

Zu Getty Images gehören die Marken iStock und Unsplash, deren Datenbanken ebenfalls Teil der OpenAI-Lizenz sind. Nach eigenen Angaben lizenziert Getty Images Werke von mehr als 600.000 Urhebern. Das Unternehmen betreibt selbst ein hauseigenes LLM zur Generierung künstlicher Bilder.

Dem britischen KI-Betreiber Stability AI wirft Getty vor, zwölf Millionen Bilder unrechtmäßig kopiert und zum Training eines LLMs genutzt zu haben. Dazu ist eine Klage am US-Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien anhängig (Getty Images (US) v Stability AI, Az. 3:25-cv-06891). In einem parallelen Prozess in London hat sich das Gericht für weitgehend unzuständig erklärt; lediglich mit dem Vorwurf der Markenrechtsverletzung konnte Getty Images dort durchdringen.

(ds)

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