Gazastreifen: Bundesregierung ermöglicht 19 Deutschen die Ausreise

vor 2 Tage 1

Die Lebensumstände im Gazastreifen sind verheerend, die Ausreise kaum möglich. Die Bundesregierung hat nach Verhandlungen nun 19 deutschen Staatsbürgern und deren engsten Angehörigen die Ausreise ermöglicht. Es handle sich um insgesamt 33 Personen, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin mit.

Die Menschen wurden demnach in enger Abstimmung mit den israelischen Behörden über den Grenzübergang Kerem Schalom zu einem Flughafen im Süden Israels gebracht. Von dort aus brachte ein Charterflug die Menschen nach Leipzig. Der Flieger sei dort mittlerweile am Flughafen gelandet, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts.

Die Ausreise sei in Abstimmung mit den israelischen Behörden erfolgt. Die Verhandlungen darüber hätten »geraume Zeit« gedauert und »viel diplomatisches Verhandlungsgeschick« erfordert. »Ich möchte nicht verhehlen, dass wir froh gewesen wären, wenn die Ausreise früher ermöglicht worden wäre«, sagte die Sprecherin weiter. Das Auswärtige Amt habe sich »eine lange Zeit« darum bemüht, und es arbeite weiter daran, letztlich allen deutschen Staatsbürgern aus dem Gazastreifen die Ausreise zu ermöglichen.

Weitere Ausreisen sollen folgen

Nach Angaben des Auswärtigen Amts befindet sich noch immer eine »niedrige zweistellige Zahl« deutscher Staatsangehöriger in dem abgeriegelten Küstengebiet. Deren Ausreise sei aber keine Sache, die »von heute auf morgen« gelingt.

Die Ausreise aus dem seit fast zwei Jahrzehnten blockierten Gazastreifen ist seit Beginn des Gazakriegs vor eineinhalb Jahren noch schwieriger geworden. Sie ist – wenn überhaupt – nur über ein langwieriges Verfahren möglich. Palästinenser haben dabei etwas bessere Chancen auf eine Ausreise, wenn sie eine ausländische Staatsbürgerschaft haben.

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