Ein Schlaganfall setzte der bis dahin erfolgreichen Karriere von Komikerin und Schauspielerin Gaby Köster, heute 64, einst ein jähes Ende. Seitdem lebte sie weitgehend von Erspartem; nun jedoch sind ihre Rücklagen aufgebraucht, wie die Kölnerin in einem Interview erzählt hat. »Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen«, sagte Köster dem Magazin »Bunte«. Dieser Umstand mache ihr »wirklich schlaflose Nächte.«
Köster, unter anderem bekannt aus der Panel-Talkshow »7 Tage, 7 Köpfe«, hatte 2008 einen Schlaganfall erlitten und verbrachte anschließend sechs Monate im Krankenhaus. Auf der Intensivstation seien ihr damals kaum Chancen gegeben worden: »Die Ärzte gaben keinen Pfifferling mehr darauf, dass ich es überlebe«, so die 64-Jährige. Doch Köster kämpfte sich zurück.
Heute wünscht sie sich, dass Politiker einmal einen Tag auf eine Pflege- und Intensivstation gehen sollten. »Dann würden sie sehen, was das für ein Knochenjob ist im Drei-Schichten-System und wer letztendlich darunter leidet. Sehr wahrscheinlich würden sie dann andere Gesetze machen«, sagte Köster. »An alle AfDler: 80 Prozent der pflegenden Menschen sind Ausländer – freut euch schon mal drauf.«
»Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint«
Köster sitzt seit dem Schlaganfall im Rollstuhl. Der sei elektrisch betrieben und sie sei viel damit unterwegs, erzählte sie. Und obwohl sie allein lebe: »Einsam bin ich nicht«, sagte die 64-Jährige weiter, auch wenn Alltag und Gesundheit sie fordern würden.
Ihren Lebensmut hat die Schauspielerin trotz allem nicht verloren. »Ich bin immer glücklich, wenn die Sonne scheint«, sagte sie. »Und wenn sie mal nicht scheint, ziehe ich knallbunte Klamotten an und baue mir selbst eine Sonne.«

vor 2 Stunden
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