Frankreich: Schlappe für rechtsextremen Rassemblement National bei Kommunalwahlen

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Die rechtsextreme Partei Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen hat bei den französischen Kommunalwahlen am Sonntag einen Rückschlag hinnehmen müssen. In Toulon, der größten Stadt mit ursprünglich guten Chancen auf das Bürgermeisteramt, kam der RN nach Prognosen auf 46,5 Prozent der ⁠Stimmen. Die Mitte-Rechts-Kandidatin Josée Massi sicherte sich demnach mit 53,5 Prozent den Sieg in der südfranzösischen Stadt, wie das Institut Elabe für den Sender BFM TV ‌ermittelte.

Auch in Marseille, der zweitgrößten Stadt ‌des Landes, schlug der linke Bürgermeister Benoit Payan von La France Insoumise (LFI) seinen rechtsextremen Herausforderer Frank Allisio deutlich.
Der RN hatte gehofft, durch einen Sieg in Marseille mit Rückenwind in die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr zu starten.

In Paris setzte sich der Sozialist Emmanuel Gregoire gegen die konservative ‌Ex-Ministerin Rachida Dati durch. Mit dem Sieg baut das linke Lager seine Macht ‌in der französischen ‌Hauptstadt weiter aus. Die Sozialisten regieren dort seit 25 Jahren und haben ein ökologisches Stadterneuerungsprojekt vorangetrieben, das bei vielen Wählern Anklang fand. Die Amtsinhaberin und Sozialistin Anne Hidalgo trat nicht mehr an.

Die Tausenden einzelnen Abstimmungen in den französischen Gemeinden ‌sind oft von lokalen Themen geprägt. Ihr Ausgang lässt keine direkten Rückschlüsse auf den Sieger der Präsidentschaftswahl im April 2027 zu. Sie gelten jedoch als wichtiger Stimmungstest und zeigen, welche politischen Allianzen in ⁠der zunehmend zersplitterten Parteienlandschaft Frankreichs möglich sind.

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