Die hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben die Gefahr heftiger Waldbrände in Europa erhöht. Gleich an mehreren Orten lodern die Flammen.
In Südfrankreich brach ein Feuer in einem schwer zugänglichen Gebirgsgebiet in Trévillach aus. Mehr als 580 Feuerwehrleute seien vor Ort im Einsatz, um den Brand etwa 35 Kilometer westlich der Stadt Perpignan zu bekämpfen, heißt es von der Präfektur des Departements Pyrénées-Orientales. Demnach lodern die Flammen auf einer Fläche von 930 Hektar.
In den Tagen zuvor hatte es in Südfrankreich bereits an anderen Orten gebrannt. Nördlich von Narbonne brannten 900 Hektar, die Behörden meldeten auch Brände in Lançon und Oupia.
Im Norden Griechenlands brennt es nahe der Stadt Thessaloniki. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete, kämpften Löschflugzeuge über zwei Fabriken nahe Oreokastro gegen die Flammen, eine Gemeinde am nordwestlichen Stadtrand von Griechenlands zweitgrößter Stadt. Die Flammen näherten sich den Berichten zufolge auch Wohnhäusern in Oreokastro. Auf Fotos ist zu sehen, wie Freiwillige neben Feuerwehrleuten gegen die Flammen und um ihr Zuhause kämpfen.
In den Tagen zuvor hatte es bereits andere Feuer in der Region gegeben. Darunter ebenfalls nahe Thessaloniki, zwei Menschen kamen ums Leben. Aber auch in der Region Halkidiki, auf der Insel Salamani und im Süden des Landes brannte es.
Ein Waldbrand nahe der spanischen Costa Brava ist zumindest teilweise unter Kontrolle. Bis Samstagmorgen vernichteten die Flammen etwa 2200 Hektar Vegetation, wie die katalanische Feuerwehr mitteilte. Ziel sei es, den Brand vollständig unter Kontrolle zu bringen, bevor der Wind sich drehe.
Das Feuer war am Freitagmorgen in der Nähe der Gemeinde La Bisbal d’Empordà in der nordöstlichen Region Katalonien ausgebrochen. Die Bewohner der Region wurden angewiesen, das Brandgebiet nicht zu betreten. Etwa 400 Feuerwehrleute und zehn Löschflugzeuge waren im Einsatz.
Auch im Norden Portugals brennt es. Seit Mittwoch wütet dort ein heftiger Waldbrand. Rund tausend Feuerwehrleute, unterstützt von 380 Fahrzeugen sowie acht Flugzeugen oder Hubschraubern, waren am Samstag im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Der Brand verwüstete bereits schätzungsweise 10.000 Hektar. Mindestens neun Menschen wurden verletzt.
Der portugiesische Innenminister Luís Neves sprach angesichts des Waldbrandrisikos in weiten Teilen des Landes von einem »Pulverfass«. »Es gibt Verhaltensweisen, die wir wirklich verbieten müssen«, sagte er am Donnerstag. »Kleine Momente der Nachlässigkeit führen zu großen Katastrophen.«
Auch im Harz in Deutschland gilt die zweithöchste Waldbrand-Warnstufe. Einen Text über den Mann, der Deutschlands einziges Löschflugzeug beschafft hat, lesen Sie hier .

vor 8 Stunden
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