Frankreich: Frankreich will Ausbau erneuerbarer Energien drosseln

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Frankreichs Regierung will weniger Solaranlagen und Windräder als bisher geplant bauen. Stattdessen setzt sie auf einen deutlichen Ausbau der Atomkraft.

Aktualisiert am 12. Februar 2026, 14:37 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

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 Frankreich drosselt Ausbau von Wind- und Solarkraft.
Frankreich drosselt Ausbau von Wind- und Solarkraft. © Vincent Feuray/​Hans Lucas/​AFP/​Getty Images

Die französische Regierung will den Ausbau von Wind- und Solarkraft in den kommenden Jahren drosseln. Bis 2030 sollen nur noch 48 Gigawatt durch Solarkraft produziert werden, heißt es in einem auf zehn Jahre angelegten Energieplan.

In einer früheren Fassung des seit drei Jahren diskutierten Plans waren noch 54 Gigawatt vorgesehen. Windkraftanlagen auf dem Land sollen bis 2030 nur noch 31 statt wie bisher geplant 33 Gigawatt produzieren. Das Ziel für Windkraftanlagen an der Küste bleibt unverändert.

Der Energieplan bekräftigt den von Präsident Emmanuel Macron 2022 angekündigten Ausbau der Atomenergie. Diese soll von 320 Terawattstunden im Jahr 2023 auf 380 bis 420 Terawattstunden steigen. Dazu sollen zunächst sechs neue Atomreaktoren gebaut werden, mit einer Option auf acht zusätzliche Atomreaktoren. Frankreich verfügt derzeit über 57 Atomreaktoren, die knapp 70 Prozent des französischen Stroms erzeugen. Der vorherige Energieplan, der die Zeit von 2019 bis 2024 umfasste, sah ursprünglich vor, den Anteil der Atomkraft herunterzufahren. Dazu sollten 14 Reaktoren geschlossen werden. 

Die französische Regierung teilte mit, dass der neue Energieplan das Ziel verfolge, die Produktion dekarbonisierter Energie zu steigern und den Verbrauch fossiler Energie zu reduzieren. Dazu setzt Frankreich unter anderem auf E-Autos, Wärmepumpen und elektrische Hochöfen. Der Anteil fossiler Energie am Gesamtverbrauch soll von 60 Prozent im Jahr 2023 auf 40 Prozent im Jahr 2030 schrumpfen.

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