Die Fifa hat den israelischen Fußballverband (Ifa) unter anderem wegen Verstößen gegen Anti-Diskriminierungsregeln bestraft. Der Ifa muss unter anderem eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Schweizer Franken (rund 164.300 Euro) zahlen, wie der Weltverband mitteilte. Ausgangspunkt für die Untersuchung der Fifa-Disziplinarkommission war ein Antrag des palästinensischen Fußballverbands (PFA).
Die Kommission stellte Verstöße gegen die Artikel 13 (Beleidigendes Verhalten und Verstöße gegen das Fairnessgebot) und Artikel 15 (Diskriminierung und rassistische Beschimpfungen) des Fifa-Disziplinarreglements fest.
Im Zentrum der Strafe stehen Fans von Beitar Jerusalem
Nach Angaben der Disziplinarkommission sei der Verband nicht ausreichend gegen wiederholtes rassistisches Verhalten von Anhängern einzelner Clubs – insbesondere von Beitar Jerusalem – vorgegangen. »Die Fans haben sich an anhaltendem und gut dokumentiertem rassistischem Verhalten beteiligt«, hieß es in dem Bericht über die Beitar-Anhänger.
Im Oktober 2024 hatte der palästinensische Fußballverband der Fifa Vorwürfe der Diskriminierung durch die Ifa gemeldet, woraufhin diese eine Untersuchung einleitete. In den sozialen Netzwerken kursieren Videos, die singende Fans von Beitar Jerusalem mit einem Spieler der Mannschaft zeigen sollen. Darin sollen sie »Tod den Arabern« singen.
Der israelische Verband wurde zudem ermahnt und muss nun bei seinen nächsten drei Heimspielen bei A-Wettbewerben der Fifa ein großes Transparent mit der Aufschrift »Fußball vereint die Welt – Nein zu Diskriminierung« zeigen. Zudem müssen weitere sogenannte Präventivmaßnahmen ergriffen werden. Die Entscheidung kann bei der Fifa-Berufungskommission angefochten werden.

vor 2 Stunden
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