Finanzmärkte und Irankrieg: Augen zu und durch

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Die Katastrophe am Persischen Golf lässt Händler an den Börsen merkwürdig kalt – noch. Es gibt aber Warnsignale. Und die Gefahr von Stagnation und Inflation zugleich.

20. März 2026, 10:17 Uhr

 Benjamin Franklin ziert eine Dollarnote. Aber wie viel kann man sich für 100 US-Dollar kaufen? Durch den Krieg steigt die Gefahr von Börsenschock und Inflation.
Benjamin Franklin ziert eine Dollarnote. Aber wie viel kann man sich für 100 US-Dollar kaufen? Durch den Krieg steigt die Gefahr von Börsenschock und Inflation. © Getty Images

Wovor Energieexperten lange gewarnt haben, ist nun passiert. Die Infrastruktur für Öl und vor allem Gas ist zum Ziel im Krieg Israels und der USA gegen den Iran geworden. Iranische Angriffe haben 17 Prozent der Exportkapazitäten Katars für Flüssiggas (LNG) lahmgelegt, wie der CEO von QatarEnergy am Donnerstag gegenüber Reuters erklärte. Es werde Jahre dauern, bis die Schäden behoben seien. Das gefährdet die Versorgung Europas und Asiens. 

Es handelte sich um einen Gegenschlag, nachdem die israelische Luftwaffe den iranischen Teil des Gasfeldes South Pars bombardiert hatte, ein bedeutendes Gasfeld, das sowohl von Katar als auch dem Iran ausgebeutet wird. Erdgasanlagen der Vereinigten Arabischen Emirate sowie Raffinerien in Saudi-Arabien und Kuweit wurden ebenfalls von iranischen Drohnen und Raketen getroffen. Außerdem wird die Straße von Hormus, die Meerenge im Persischen Golf, weiterhin von iranischen Kräften bis auf wenige Ausnahmen blockiert. Bis zum Ausbruch des Konflikts transportierten Tanker täglich bis zu einem Fünftel des Öls, das auf dem Seeweg geliefert wird, durch das logistische Nadelöhr. Es ist ein Worst-Case-Szenario für die globalen Energiemärkte. Die Preise auf Öl und Gas sind daraufhin erneut gestiegen.

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