BBC: Ex-Google-Manager Matt Brittin soll Generaldirektor werden

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Der frühere Google-Europa-Manager Matt Brittin soll nach übereinstimmenden britischen Medienberichten nächster Generaldirektor der BBC werden. Das für die Berufung zuständige BBC Board werde auf seiner nächsten Sitzung am Donnerstag abschließend über die Personalie beraten, berichtet unter anderem der »Guardian« .

Brittin war bis 2025 über mehr als ein Jahrzehnt in führenden Positionen für die Plattform in Europa, dem Nahen Osten und Afrika zuständig. Während seiner Zeit bei dem Techkonzern habe er immer versucht, den klassischen Medien und der Kreativindustrie klarzumachen, dass »Big Tech für sie kein Raubtier, sondern ein Partner ist«, zitiert der »Guardian« Brittin.

Die BBC sieht sich wie alle klassischen Sender starker Konkurrenz durch die Videoplattform YouTube, einer Google-Tochter, ausgesetzt. Brittin wäre der erste Big-Tech-Manager, der eine so hohe Position bei der ältesten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt der Welt bekleidet. Allerdings hatten bereits zahlreiche BBC-Chefs eine Vorgeschichte beim privaten Rundfunk.

Matt Brittin, 57, studierte in Cambridge, wo er auch am berühmten Ruderwettbewerb gegen die Konkurrenz aus Oxford teilnahm. Als Ruderer vertrat er auch die britische Nationalmannschaft. Nach seinem Abschluss arbeitete er bei der Unternehmensberatung McKinsey, bevor er 2007 vom Verlag des »Daily Mirror« zu Google wechselte.

Der bisherige BBC-Generaldirektor Tim Davie hatte im November 2025 wegen des fehlerhaften Zusammenschnitts einer Rede von US-Präsident Donald Trump aus dem Jahr 2021 vor dem Sturm aufs Capitol seinen Rücktritt erklärt.

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