Falkland-Inseln: Keine US-Unterstützung mehr? London bekräftigt Anspruch, Argentinien erzürnt

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Die US-Regierung ​prüft einem Insider zufolge Strafmaßnahmen gegen Nato-Partner, die den Krieg gegen Iran nach Ansicht Washingtons nicht ausreichend unterstützen. In einer internen E-Mail des US-Verteidigungsministeriums würden Optionen skizziert, unter anderem sei von einer Überprüfung der US-Haltung zum britischen Anspruch auf die Falklandinseln die Rede.

Das Schreiben drücke den Frust darüber aus, dass einige Partner den USA Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte verweigerten. Diese seien jedoch »die absolute Basis für die Nato«, heiße es in der Mail. Die skizzierten Maßnahmen zielten unter anderem darauf ab, »schwierige« Länder von wichtigen oder prestigeträchtigen Positionen innerhalb der Nato auszuschließen.

Mit Blick auf Großbritannien wird in dem Schreiben erwogen, die diplomatische ‌Unterstützung für langjährige europäische »imperiale Besitztümer« wie die Falklandinseln zu überdenken. In Großbritannien hat man, wenige Tage vor der Reise Charles III. in die USA, verärgert auf die durchgestochene Korrespondenz reagiert. Ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer bekräftigte umgehend den Anspruch auf die Falklandinseln. Der mit Donald Trump verbündete argentinische Präsident Javier Milei rief hingegen umgehend zu neuen bilateralen Verhandlungen auf.

Der geografische und historische Überblick:

  • Die Falklandinseln liegen 400 Kilometer vor der Küste Argentiniens.

  • Sie befinden sich seit 1833 unter der Kontrolle Großbritanniens.

  • Die Inseln werden von rund 3000 Menschen bewohnt, die meisten sind britischer Abstammung.

  • Argentinien beansprucht seit Langem die Souveränität über die Inseln, die rund 13.000 Kilometer von Großbritannien entfernt liegen und die von dem Land »Islas Malvinas« genannt werden. Die Regierung in Buenos Aires argumentiert, die Inseln seien dem Land 1833 unrechtmäßig weggenommen worden.

  • Großbritannien behauptet, sein Gebietsanspruch gehe auf das Jahr 1765 zurück. Das Land schickte 1833 ein Kriegsschiff zu den Inseln, um argentinische Truppen zu vertreiben, die versucht hatten, das Gebiet zu kontrollieren.

  • Als 1982 die damalige argentinische Militärjunta auf den Inseln einmarschierte, brach ein kurzer, aber heftiger Krieg zwischen beiden Ländern aus.

  • Großbritannien gewann den rund zweimonatigen Kampf um die Falklandinseln. 649 argentinische und 255 britische Soldaten sowie drei Inselbewohner wurden jedoch getötet, ehe der Krieg am 14. Juni mit der argentinischen Kapitulation endete.

2013 hatten sich die Bewohner der Inseln mit großer Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen.

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