Europe 2026: "Europa als führende Kraft des Gesundheitswesens etablieren"

vor 3 Tage 3

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi will die Produktion kritischer Arzneimittel nach Europa holen. Die EU soll sich zudem als Vorreiter für Innovationen etablieren.

18. März 2026, 13:34 Uhr

 Europa muss unabhängiger von der Arzneimittelproduktion anderer Länder werden, fordert der EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl, Olivér Várhelyi.
Europa muss unabhängiger von der Arzneimittelproduktion anderer Länder werden, fordert der EU-Kommissar für Gesundheit und Tierwohl, Olivér Várhelyi. © Marton Monus/​Reuters

EU-Gesundheitskommissar Olivér Várhelyi fordert eine verbesserte Autonomie und Wettbewerbsfähigkeit der EU im Gesundheitssektor. "Wir wollen sowohl die Versorgungssicherheit für unsere Patienten garantieren als auch Europa als führende Kraft des Gesundheitswesens in Innovation und Industrie etablieren", sagte er auf der Konferenz Europe 2026, welche die ZEIT mitorganisiert.

Gerade während der Coronapandemie habe man gemerkt, wie schnell kritische Arzneimittel nicht mehr lieferbar sein können. Die Lieferketten sollten daher verkürzt werde und die Produktion von solch unentbehrlichen Arzneimitteln am besten nur noch in Europa stattfinden. Durch den Abbau von Bürokratie und den unkomplizierten Abruf von Fördergeldern soll die Pharmaindustrie dazu bewegt werden, Produktionsstätten in die EU zu verlagern.

Auch die Produktion in europäischen Ländern, deren Beitritt zur EU noch aussteht, soll gefördert werden. Durch das Einhalten von EU-Standards in diesen Staaten sollen die Produkte laut Várhelyi direkt in den Binnenmarkt integriert werden können, auch wenn die EU-Mitgliedschaft noch ausstehe.

Darüber hinaus sollen Märkte geschaffen werden, die groß genug sind, damit der Vertrieb von Medizinprodukten dieser Art sich wirtschaftlich lohnt und Innovationen vorangetrieben werden können.

Die Konferenz Europe 26 wird von der ZEIT zusammen mit dem Tagesspiegel, dem Handelsblatt und der WirtschaftsWoche organisiert.

Gesamten Artikel lesen