Jugendlicher:
»Die Jugend braucht Döner. Weil ich kenne keinen Menschen, der keinen Döner mag!«
Willkommen in Essingen: 6500 Einwohner, aber: kein Döner. Ein entsprechender Antrag eines Imbissbetreibers, der das ändern wollte, wurde gerade abgelehnt.
Wolfgang Hofer, Bürgermeister:
»In Essingen haben wir gerade ein ganz großes Thema. Es wurde ein Antrag gestellt auf einen Döner, und dann musste der Technische Ausschuss des Gemeinderats ablehnen, weil die planungsrechtlichen Voraussetzungen nicht da waren.«
Das will sich die Essinger Jugend nicht länger gefallen lassen und wurde aktiv.
Lucas Fuchs, Initiator der Petition:
»Da habe ich gesagt dann: Okay. Viel reden, das bringt nichts, muss man auch handeln. Und das hat mich dann dazu berufen, die Petition ins Leben zu rufen, und deswegen habe ich die dann gestartet.«
Wolfgang Hofer, Bürgermeister:
»Es war ein Riesentrubel. Dabei hat sich herausgestellt, dass es eigentlich einen ganz großen Bedarf an einem Dönerstand in Essingen gibt. Tja, und nun stehen wir da und haben keinen Platz für einen Dönerstand.«
Hier im ehemaligen Kindergarten Rappelkiste sollte der Imbiss eröffnen. Einige Anwohner hatten Sorge vor Lärm, Gerüchen und Abfall. Doch das sehen nicht alle so.
Anwohner:
»Also, grundsätzlich kann ich es insofern nicht nachvollziehen: Das, was ich aus eigener Erfahrung kenne, machen die Dönerläden in der Regel um 22 Uhr oder so zu, und dann ist sowieso Ende. Von daher glaube ich nicht, dass die Gefahr besteht, dass da ein großer Brennpunkt oder Lärmbelästigung sein wird.«
Jugendlicher:
»Sie können jeden fragen, aber grundsätzlich wird jeder antworten, dass Döner eines ihrer Lieblingsgerichte ist.«
Jugendlicher:
»Ich hatte die Petition auch in meinem WhatsApp-Status, damit möglichst viele Leute da unterschreiben.«
Anwohnerin:
»Ich esse auch gerne Döner. Ich hoffe für die Essinger Jugend, dass ihr einen Platz findet, wo ihr euren Dönerladen kriegen könnt.«
Jugendlicher:
»Die Jugend braucht in Essingen schon einen Döner, finde ich. Ich glaube, wenn der gut ist, macht er auch gut Umsatz. So mal freitags nach der Schule, wenn man Hunger hat...«
Für die Petition sind mittlerweile mehr als 1000 Unterschriften zusammengekommen. Der Essinger Bürgermeister blickt optimistisch auf die Zukunft für die Jugend in seiner Gemeinde – zumindest was den Imbiss angeht.
Wolfgang Hofer, Bürgermeister:
»Für das Schwimmbad, das sich die Jugend so wünscht, werden wir wahrscheinlich aus finanzieller Sicht nicht so schnell eine Lösung finden können. Aber für das Dönerproblem finden wir bestimmt einen Standort.«