„Er ist im Augenblick nicht so gut auf mich zu sprechen“ : Merz will mit Trump telefonieren und ihn im September nach Bad Dürkheim einladen

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Bundeskanzler Friedrich Merz will US-Präsident Donald Trump im September nach Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz einladen. „Ich muss am Wochenende mit ihm sprechen“, sagte der CDU-Vorsitzende am Freitagabend bei einem CDU-Wahlkampfauftritt in Bad Dürkheim. Er hatte Trump bereits bei seinem Antrittsbesuch 2025 nach Rheinland-Pfalz eingeladen, wo am Sonntag ein neues Parlament gewählt wird. Trumps Großvater, Friedrich Trump, war 1885 aus der Pfalz in die Vereinigten Staaten ausgewandert.

Merz räumte ein, dass er noch nicht wisse, ob Trump die Einladung annehme. „Ich weiß auch nicht, ob alle davon so begeistert sind. Zumindest für den Secret Service wird das ein Albtraum“, scherzte er. Der Kanzler fügte offenbar in Anspielung auf Differenzen über den Iran-Krieg hinzu: „Er ist im Augenblick nicht so ganz gut auf mich zu sprechen.“

Gordon Schnieder, CDU-Spitzenkandidat rechts mit Friedrich Merz, Bundeskanzler, auf der Bühne zu Beginn der AbschlussveranstaltungWahlkampfabschlussveranstaltung der CDU im Landtagswahlkampf Rheinland-Pfalz 2026, Bad Dürkheim Rheinland-Pfalz Deutschland Salierhalle *** Gordon Schnieder, CDU top candidate on the right with Friedrich Merz, Federal Chancellor, on stage at the start of the closing event CDU election campaign closing event in the Rhineland-Palatinate 2026 state election campaign, Bad Dürkheim Rhineland-Palatinate Germany Salierhalle

Merz wollte bei seinem Auftritt Schützenhilfe für Gordon Schnieder (r.) leisten, CDU-Spitzenkandidat in Rheinland-Pfalz

© imago/Chris Emil Janßen/IMAGO/Chris Emil Janssen

Merz betonte zugleich, dass er sich trotz aller Meinungsverschiedenheiten weiter um die transatlantischen Beziehungen bemühen werde. In Rheinland-Pfalz sind mehrere Tausend US-Soldaten stationiert. Im September findet in Bad Dürkheim auch der Wurstmarkt statt, das weltweit größte Weinfest. Trump war bislang in keiner seiner zwei Amtszeiten zu einem offiziellen Staatsbesuch in Deutschland. Einzig an multilateralen Treffen wie dem G-20-Gipfel in Hamburg nahm er teil. (Reuters/jmi)

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