"Einzige Chance": Wollitz sieht Zeit für den Aufstieg gekommen

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Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz hat die Aufstiegsambitionen seiner Mannschaft deutlicher formuliert als in den vergangenen Wochen. Vor dem Auftakt der englischen Woche bei 1860 München gab sich Wollitz entsprechend kämpferisch.

Claus-Dieter Wollitz kann beim Gastspiel in München wieder auf seinen Topstürmer zurückgreifen.

Claus-Dieter Wollitz kann beim Gastspiel in München wieder auf seinen Topstürmer zurückgreifen. IMAGO/Fotostand

Nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Dynamo Dresden und eine englische Woche vor der Brust - für Energie Cottbus um Trainer Claus-Dieter Wollitz beginnt am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker) bei 1860 München die heiße Phase, um nach eigener Aussage "etwas Historisches" zu schaffen. Ein Wandel auch in den Aussagen des 59-Jährigen, der noch vor wenigen Spieltagen höhere Ziele als "Spinnerei" abgetan hatte.

Wollitz betonte vor dem Spiel die "sensationelle Ausgangsposition" der Cottbuser: Drei Ligaspiele ungeschlagen, zuletzt ein Last-Minute-Sieg gegen Erzgebirge Aue (1:0) und damit vier Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten Saarbrücken.

Ein Lied, in das die Gäste aus München unter Coach Patrick Glöckner nicht einstimmen können. Zuletzt gab es nach einer guten Phase eine 0:1-Niederlage beim Tabellennachbarn VfL Osnabrück.

Steht der zweite Aufstieg in Folge bevor?

Die Chance für Energie, das seit 2014 nicht mehr in der 2. Bundesliga vertreten war, hatte Wollitz vor dem Spiel bei 1860 mehrfach betont: Er hätte es "nicht für möglich gehalten, noch einmal in diese Situation zu kommen" und erklärte, es sei "wahrscheinlich die einzige Chance, die man jetzt hat". Nach den Abstiegen bis in die Regionalliga Nordost stehen die Brandenburger nun vor dem zweiten Aufstieg in Folge.

Weiter führte Wollitz aus, dass im Grünwalder Stadion die Laufbereitschaft und Zweikampfstärke spielentscheidend sein werden, um "das Spiel erfolgreich zu gestalten". Die Löwen hätten laut ihm "sehr präsente Spieler", zudem erwarte man im Tabellenkeller fast immer "ein Hauen und Stechen".

Dass seine Elf zuletzt nur durch Elfmetertore die letzten zwei Siege einfahren konnte, winkt der Trainer ab, es sei ihm "egal, wie die Tore fallen". Dazu erwartet er sowieso eher ein "50:50"-Spiel, was erstaunt, da die Lausitzer das Hinspiel deutlich mit 5:1 gewinnen konnten und damals sogar auf den ersten Tabellenplatz sprangen.

Thiele vor Rückkehr, Krauß fraglich

Eine Lösung für die Offensivprobleme von Energie, das zuletzt gegen Aue viele Torchancen ungenutzt ließ, ist die Rückkehr von Stürmer Timmy Thiele, der zusammen mit Tolcay Cigerci die meisten Tore für die Wollitz-Elf erzielte (beide zwölf). Die Rückkehr des Stürmers nach Knieproblemen sei "wichtig", so dass mit einem Startelfeinsatz des 33-Jährigen zu rechnen ist.

Cottbus fehlen zum Auftakt der englischen Woche weiterhin Henry Rorig (Bauchmuskelzerrung), Niko Bretschneider (Hand-OP) sowie Filip Kusic (Rotsperre). Fraglich ist zudem der Einsatz von Maximilian Krauß, der Mittelfeldspieler laboriert weiter an Fersenproblemen.

Auf die intensiven Spieltage angesprochen, zeigte sich der Trainer und Sportdirektor in Personalunion ebenso kämpferisch: "Seit ich hier Trainer bin, haben wir in den englischen Wochen immer gut gepunktet". Ob das so bleibt samt Tabellenspitze, wird sich kurz nach dem Gastspiel in München zeigen. Bereits am nächsten Mittwoch (19 Uhr, LIVE! bei kicker) gastiert Rot-Weiss Essen im LEAG Energie Stadion, ehe am darauffolgenden Sonntag (16.30 Uhr, LIVE! bei kicker) das Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund II auf dem Programm steht.

kon

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