Trump will die Militärübungen mit Südkorea reduzieren. Wenden sich die USA von ihren Verbündeten ab? Und: Israels Polizeiminister ruft zur Tötung von Palästinensern auf.
Aus der Serie: Was jetzt? 17. August 2026, 17:44 Uhr
US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Onlineplattform Truth Social geschrieben, er wolle die Militärübungen mit Südkorea »wesentlich reduzieren«. Trump begründet seine Forderung einerseits mit seinem guten Verhältnis zu Nordkoreas autoritärem Machthaber Kim Jong-un und andererseits damit, dass die Übungen für die USA zu teuer seien. Seine Ankündigung postete Trump kurz vor dem Start einer solchen Übung. Die USA und Südkorea hielten bisher jedes Jahr zwei dieser Übungen ab. Für Südkorea sind die USA seit Langem der wichtigste militärische Verbündete, vor allem gegen Nordkorea. Die beiden Länder befinden sich seit Beginn des Koreakriegs 1950 offiziell im Krieg miteinander. Wie Trumps Ankündigung in die bisherige Strategie der US-Außenpolitik passt, ordnet Xifan Yang ein. Sie ist Auslandsredakteurin der ZEIT.
Israels rechtsextremer Polizeiminister Itamar Ben-Gvir propagiert, mehr Palästinenser im Gazastreifen gezielt zu töten – etwa 30 oder 40 Menschen pro Nacht. Weiter sagte er, es gehe ihm dabei nicht nur um militante Hamaskämpfer. Die betrachte er, so Ben-Gvir offen, nicht einmal als Menschen. Ben-Gvir erklärte zudem, dass er damit von der Haltung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu abweiche. Zuletzt hatte Israel den Gazastreifen seltener angegriffen, auch weil weiter über den von Donald Trump vorgeschlagenen Waffenstillstand verhandelt wird. Israel fordert dafür eine vollständige Entwaffnung der Hamas, die wiederum ihre Waffen nur gegen eine Garantie für eine palästinensische Staatlichkeit abgeben will. Ben-Gvir ist als Polizeiminister einer der einflussreichsten Politiker in Israel. Ob Ben-Gvirs Aussagen Konsequenzen haben und wie sie die Verhandlungen um einen Frieden beeinflussen, ordnet Steffi Hentschke ein. Sie berichtet für die ZEIT aus Israel.
Außerdem im Update: Die Waldbrände in Deutschland und nahe der belgischen Grenze sind weitestgehend unter Kontrolle. So ist etwa der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens im Hürtgenwald so weit gelöscht, dass die meisten Einsatzkräfte abgezogen werden konnten. Dort musste, ebenso wie in Monschau an der Grenze zu Belgien, wegen der Waldbrände evakuiert werden. Das Feuer bei Monschau brennt auf der belgischen Seite allerdings weiterhin. In weiteren Bundesländern kam es zu kleineren Waldbränden. (Stand: 17.08.26, 16 Uhr)
Und sonst so: Vogel imitiert perfekt einen Kamera-Shutter
Moderation und Produktion:Philip Moser
Redaktion:Hannah Grünewald
Mitarbeit: Lena Herrmann
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