Dhaka: Parlament von Bangladesch wählt neuen Präsidenten
vor 1 Stunde
1
Mit einem deutlichen Sieg setzt sich der Kandidat der rechten Regierungspartei BNP als Präsident durch. Dass er überhaupt einen Gegner hatte, war dennoch ungewöhnlich.
Quelle: DIE ZEIT,
KNA,
Reuters,
ljk
20. August 2026, 17:24 Uhr
Artikelzusammenfassung
Bangladesch hat einen neuen Präsidenten. Das Parlament kürte Mirza Fakhrul Islam Alamgir von der rechtskonservativen BNP mit 255 zu 88 Stimmen gegen Oli Ahmed von der LDP und einem Elf-Parteien-Bündnis — ein Ergebnis, das wegen der satten Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl im Februar kaum mehr als ein politischer Pflichttermin mit Spannungsarmut war. Bemerkenswert ist die Wahl dennoch, weil erstmals seit 35 Jahren wieder mehrere Kandidaten auf dem Ballot standen, nachdem das Land seit 1991 präsidiale Abstimmungen ohne echten Contest erlebt hatte, fast wie eine Demokratie im Stand-by-Modus. Zusätzliche Wucht bekommt der Urnengang durch den Kontext: Es ist die erste Präsidentenwahl seit dem Sturz der autoritären Regierung von Scheich Hasina 2024, also ein Moment, in dem Institutionen, Machtachsen und die politische Erzählung des Landes neu sortiert werden. Ob das schon ein echter Reset für Bangladeschs Demokratie ist oder nur ein Rebranding mit parlamentarischem Sounddesign, bleibt offen — aber der Wahlakt markiert zumindest einen seltenen Bruch mit der Routine.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Bangladesch hat einen neuen Präsidenten. Das Parlament wählte Mirza Fakhrul Islam Alamgir, den Kandidaten der regierenden rechts-konservativen Partei Bangladesh National Party (BNP), mit einer Mehrheit von 255 Stimmen zum neuen Staatsoberhaupt. Für seinen Kontrahenten Oli Ahmed, Mitglied der Liberal Democratic Party (LDP) und Kandidat eines Elf-Parteien-Bündnisses, stimmten 88 der Delegierten.
Die Wahl gilt als erste Präsidentschaftswahl in Bangladesch mit mehreren Kandidaten seit 35 Jahren. Seit 1991 hatte es bei den Wahlen keine Gegenkandidaten mehr gegeben. Das Ergebnis der diesjährigen Abstimmung war allerdings erwartet worden, da die BNP nach der Parlamentswahl im Februar eine deutliche Mehrheit innehatte. Zudem war es die erste Präsidentenwahl seit dem Umsturz der autoritären Regierung unter Scheich Hasina 2024.