Deutschrap-Star Finch: Rapper kritisiert Wehrdienst und rät zur Ausreise

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Rapper Finch
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Christoph Soeder / dpa / picture alliance

Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren, die Auslandsaufenthalte planen, müssen diese von der Bundeswehr genehmigen lassen – so sieht es das geänderte Wehrpflichtgesetz seit Anfang des Jahres vor. Zu einer öffentlichen Debatte führte die Änderung erst jetzt: In den vergangenen Tagen meldeten sich nicht nur Politikerinnen und Politiker zu Wort, sondern auch andere Personen des öffentlichen Lebens. Einer von ihnen: Deutschrapstar Finch .

In seiner Instagram-Story rief der Musiker junge Menschen dazu auf, Deutschland zu verlassen. »Wenn ihr ein junger Mensch seid und die Möglichkeit habt, dieses Land zu verlassen: Macht es, tut es«, sagte der Musiker. Und schimpfte weiter: »Als 40-jähriger Mann muss ich mich natürlich abmelden, wenn ich drei Monate ins Ausland will. Als wäre es mein verschissener Vater. Es macht einfach nur schlechte Laune.« Die Plattform »Hiphop.de« veröffentlichte das Video  auf ihrem Instagram-Account.

Wäre seine Familie nicht, würde er selbst gar nicht mehr zurückkommen, sagte Finch. Der Rapper verbrachte zuletzt unter anderem einige Zeit in Mexiko, berichtet »Hiphop.de«. Für Selbstständige wie ihn sei Deutschland sowieso »das unattraktivste Land der Welt«.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Rapper negativ zum neuen Wehrdienstmodell äußert. Ende 2025 veröffentlichte er den Track »Kein Bock auf Krieg«, in dem er sich gegen Aufrüstung, Krieg und die Wehrpflicht positioniert. Der Song wurde von BSW-Politikerin Sahra Wagenknecht und ihrem Umfeld aufgegriffen.

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