Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion erzielten Phillip Tietz (6. Minute) und Phillipp Mwene (40.) die verdienten Tore für den FSV gegen völlig enttäuschende Gastgeber. Abdoulie Ceesays Treffer in der 87. Minute kam für St. Pauli zu spät. St. Pauli steht mit 26 Punkten auf Rang 16, kann aber noch vom VfL Wolfsburg überholt werden.
Kraftlos, ideenlos und kampflos: Die Hamburger legten einen ganz schwachen Auftritt hin. Teile der Fans pfiffen den Kiezclub nach 45 Minuten aus. Seit acht Spielen warten die Hanseaten auf einen Sieg und drohen mit ähnlichen Leistungen auch den Relegationsrang zum Ende der Saison zu verpassen.
St. Paulis Eric Smith war wieder in der Startelf nach seinem Comeback am vergangenen Wochenende. Der Schwede, der schmerzlich vermisst wurde, stand beim ersten Gegentor direkt im Fokus. Die druckvollen Mainzer unterbrachen eine Passkombination des Duos um Smith und Hauke Wahl. Sheraldo Becker erhielt den Ball und bediente Torjäger Tietz, der flach zur Führung traf. Insgesamt viel zu schlecht verteidigt von den Gastgebern.
Auch nach der Pause harmlos
Die Hamburger ließen danach vieles vermissen. Der Mannschaft von Trainer Alexander Blessin mangelte es an Ideen und Wucht gegen einen kaltschnäuzigen Gegner. Insbesondere den Zuspielen in der Offensive fehlte die nötige Qualität, um in der Bundesliga zu bestehen. Die Gastgeber leisteten sich teils unerklärliche Ballverluste.
Die Mainzer verpassten nach 30 Minuten den nächsten Treffer, als nach einem erneuten schwerwiegenden Fehler der Schussversuch von Nadiem Amiri gerade noch vereitelt wurde.
Wenige Minuten vor der Pause machten sie es besser: Wieder wirkten die Gastgeber nicht sattelfest. Nach einem langen Ball behauptete Tietz den Ball, spielte ihn auf Silvan Widmer, der viel zu viel Platz bekam. Der Kapitän passte im Strafraum flach nach hinten auf Mwene, der mühelos erhöhte.

vor 23 Stunden
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