Trump hat republikanische Senatoren getroffen, die für eine Iran-Resolution der Demokraten stimmten. Dabei kam es zu lautstarkem Streit und Vorwürfen an den Präsidenten.
Quelle: DIE ZEIT, AP, AFP, ale 25. Juni 2026, 6:39 Uhr
Der republikanische Senator Bill Cassidy hat US-Präsident Donald Trump vorgeworfen, die Öffentlichkeit nicht tatsachengemäß über den Verlauf des Krieges gegen den Iran informiert zu haben. Der Vorwurf ist nach Cassidys Darstellung in einem Treffen Trumps mit ihm und drei weiteren Senatoren geäußert worden, die ebenso wie Cassidy eine Resolution der Demokraten zum Irankrieg gestützt haben. Die Resolution untersagt weitere Kampfhandlungen gegen den Iran ohne Parlamentsmandat.
»Ich stand auf und sagte: ›Sie haben dem amerikanischen Volk nicht gesagt, was vor sich geht‹«, sagte Cassidy nach dem Treffen mit Trump über dessen Verlauf. »Das sollte vier Wochen dauern, es hat vier Monate gedauert. Unsere ursprünglichen Ziele wurden nicht erreicht.« Er wolle wissen, »was los ist«, zitierte Fox News Cassidy. Die anderen drei Senatoren sollen sich bei dem Treffen mit Kritik zurückgehalten haben.
Zwischen Cassidy und dem Präsidenten soll es jedoch laut geworden sein: Er habe sich Trumps »Tonfall und Lautstärke angepasst«, sagte der Senator. Die Nachrichtenagentur AP zitiert eine über das Treffen informierte Person, wonach Trump Cassidy wiederholt dazu aufgefordert habe, sich hinzusetzen, und ihn als Verrückten bezeichnete.
Trump sprach nach dem Gespräch hingegen von einem »wirklich großartigen Treffen«, räumte jedoch auch Unstimmigkeiten ein: »Wir mögen alle im Raum. Ein paar Leute mag ich nicht, aber das ist in Ordnung.« Der Präsident hatte bei den Vorwahlen der Republikaner im Mai Cassidys Konkurrenten unterstützt, weshalb der Senator voraussichtlich aus dem Kongress ausscheiden wird.
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