Ein Gedankenspiel: Wie wäre wohl die Stimmung in Deutschland, wenn sich die Bevölkerung seit der Jahrtausendwende um mehr als ein Viertel vergrößert hätte? Wenn heute 103,6 statt 83,5 Millionen Menschen hier leben würden? Wenn also jedes Jahr eine Stadt in der Größe von Frankfurt am Main dazugekommen wäre – und zwar ein Vierteljahrhundert lang?
Genau das ist der Schweiz passiert.
In den vergangenen 25 Jahren ist die Bevölkerung des gerade mal 41.000 Quadratkilometer kleinen Alpenlandes von 7,2 auf 9,1 Millionen Menschen angewachsen. Im Schnitt kam alle sieben Minuten eine Person dazu. Das liegt nicht daran, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer explosionsartig vermehrten: Die Geburtenrate ist auf durchschnittlich 1,28 Kinder pro Frau gesunken, noch tiefer als in Deutschland. Der Grund für das rapide Wachstum ist die Zuwanderung. Die meisten Zugewanderten kommen aus Italien, Deutschland, Portugal und Frankreich. Der Ausländeranteil liegt mittlerweile bei 27,4 Prozent.

vor 15 Stunden
1











English (US) ·