Berlin: Kai Wegner soll bei Stromausfall-Management zweimal gelogen haben

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Bislang war bekannt, dass Wegner zunächst versucht hatte, ein Tennismatch zu vertuschen. Er war Tennis spielen, behauptete aber, sich am Vormittag des 3. Januar mit dem Stromausfall beschäftigt zu haben. Erst später gab er zu, er habe zwischendurch beim Tennis »den Kopf freikriegen« wollen. Lesen Sie hier ein SPIEGEL-Interview mit Wegner über seine Rolle beim Stromausfall-Management .

Doch auch über die Intensität seines Krisenmanagements hat Wegner wohl die Unwahrheit gesagt. Wegner hatte öffentlich erklärt, er habe sich den ganzen Tag in seinem Homeoffice in Kladow eingeschlossen und intensiv koordiniert. Dabei nannte er ausdrücklich Gespräche mit dem Bundeskanzleramt und dem Bundesinnenministerium.

Nicht erreichbar

Wie die »Tagesspiegel« nun berichtete, zeigten Unterlagen der Senatskanzlei jedoch: Vor seinem Tennismatch am Mittag habe es solche Kontakte zur Bundesregierung wohl nicht gegeben. Die Dokumente seien nach einem Eilantrag vor dem Berliner Verwaltungsgericht freigegeben worden.

Demnach habe Wegners Austausch am Vormittag lediglich aus einem kurzen Textnachrichten-Dialog mit Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sowie Kontakten zur Senatskanzlei und Teilen des Krisenstabs bestanden. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte am Vormittag versucht, Wegner zu erreichen – ohne Erfolg. Sein Rückruf sei erst gegen 12.45 Uhr erfolgt.

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