Ein mit dem Ebolavirus infizierter US-Amerikaner soll in der Berliner Charité auf einer Sonderisolierstation versorgt werden. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit.
Zunächst war unklar geblieben, in welchem Krankenhaus der Patient untersucht und behandelt werden soll. Die US-Regierung werde den Transport von Uganda nach Deutschland mit einem speziellen Flugzeug zum Transport hochinfektiöser Patienten organisieren und sicherstellen, heißt es nun vom Ministerium. Der Weg vom Flughafen zur Charité solle dann mit einem Infektions-Rettungswagen zurückgelegt werden, der speziell für den Transport von Patienten mit hochansteckenden Infektionskrankheiten ausgestattet sei.
Die US-Behörden hatten die Bundesregierung demnach um Hilfe bei der Behandlung gebeten, da die Flugzeit im Vergleich kürzer sei. Deutschland hat außerdem Erfahrung in der Behandlung von Ebola-Patienten, ebenso wie in der sicheren Durchführung medizinischer Evakuierungen von infizierten Patienten unter höchsten Sicherheits- und Isolationsstandards, schreibt das Ministerium. 2014 seien hier drei Patienten mit bestätigter Ebola-Infektion behandelt worden.
Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, habe die infizierte Person in der Demokratischen Republik Kongo gearbeitet und sei am Wochenende positiv getestet worden. US-Medien zufolge soll es sich um einen Arzt handeln. Eine christliche Missionsorganisation teilte mit, dass sich ein US-amerikanischer Mediziner bei der Behandlung von Patienten in einem Krankenhaus im Kongo infiziert habe.
Die WHO hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Auslöser ist die seltene Virusvariante Bundibugyo. Die Ausbreitungsgefahr für die gesamte Region gilt als hoch. Der Ausbruch begann nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurde aber erst Anfang Mai gemeldet.

vor 3 Stunden
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