In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits mehr als 500 Menschen nachweislich an Ebola gestorben. Das Informationsministerium des zentralafrikanischen Landes teilte mit, die Zahl der bestätigten Fälle betrage aktuell 1561, darunter 506 Todesfälle. Derzeit würden 628 Patientinnen und Patienten in Kliniken und Isolationszentren behandelt, 253 gelten als genesen.
Sorgen bereitet der afrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC, dass positiv getestete Patienten wiederholt aus Isolierzentren geflohen sind. Seit der Bekanntgabe des Ausbruchs im Mai waren zudem im Nachbarland Uganda 19 Menschen an Ebola erkrankt und zwei von ihnen an der hochgefährlichen Krankheit gestorben. Die Fälle standen im Zusammenhang mit dem Ausbruch im Nordosten des Kongo.
Ebolafieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen. Im Osten Kongos herrschen seit Jahrzehnten bewaffnete Konflikte zwischen verschiedenen Gruppierungen. Hinzu kommt das Misstrauen der Bevölkerung in die Gesundheitsversorgung. Viele Menschen glauben nicht, dass es das Virus wirklich gibt. Es gab sogar Angriffe auf medizinische Einrichtungen.
Für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo gibt es außerdem bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie. Seit vergangener Woche läuft allerdings die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren gegen das Virus.
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Glück hatte ein französischer Arzt, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hatte. Der Mediziner, der humanitäre Hilfe leistete und am 23. Juni nach Frankreich zurückgekehrt war, sei als genesen aus dem Krankenhaus entlassen worden, teilte das französische Gesundheitsministerium am Samstag mit.

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