Benjamin Netanjahu in Ungarn: Sie wollen sich nicht kontrollieren lassen

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Gegen Gerichte, gegen Gewaltenteilung, gegen unliebsame Urteile: Netanjahu und Orbán haben viel gemeinsam. Das wird beim Besuch von Israels Premier in Budapest deutlich.

3. April 2025, 17:43 Uhr

 Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (r.) und Israels Premier Benjamin Netanjahu am Mittwoch in Budapest
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (r.) und Israels Premier Benjamin Netanjahu am Mittwoch in Budapest © GPO/​Anadolu/​Getty Images

Mitten in der Nacht kam Israels Premier Benjamin Netanjahu auf dem Ferenc Liszt Airport in Budapest an. Um vier Uhr morgens wurde er dort von Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky mit militärischen Ehren empfangen, bevor die Wagenkolonne noch im Dunklen durch die menschenleeren Straßen raste, bewacht von ungarischen Antiterror-Einheiten. "In Budapest. In Sicherheit", schrieb Viktor Orbán zu einem Foto von sich und Netanjahu im Morgengrauen vor der Burg, wo der ungarische Ministerpräsident residiert.

Die Budapester interessieren derweil vor allem die Verkehrsnachrichten, denn für den bis Sonntag dauernden Besuch wurden 22 Kilometer Straße mit erheblichem Aufwand abgesperrt, in einer Stadt, die wegen ihrer vielen Brücken als Nadelöhr ohnehin ständig am Limit der Mobilität ist. "Kein geringes Sicherheitsrisiko", murrte deshalb die regierungskritische Magyar Hang (Ungarische Stimme), aber die orbántreue Magyar Nemzet (Ungarische Nation) triumphierte: "Ungarn ist einer der engsten europäischen Verbündeten Israels!"

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