Belgien: Zehn Jahre nach den Brüssel-Anschlägen - Schmerz und Wut bleiben

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IS-Terror Belgien gedenkt Anschlägen in Brüssel vor zehn Jahren

Am 22. März 2016 wurden in Belgien 32 Menschen bei Anschlägen am Flughafen und in einer U-Bahn-Station ermordet. Auf der Gedenkfeier ist neben dem Schmerz auch heute noch Wut spürbar.

22.03.2026, 11.39 Uhr

 Gedenken an den Anschlag vor zehn Jahren
 Gedenken an den Anschlag vor zehn Jahren

Szenen der Trauer am Brüsseler Flughafen: Gedenken an den Anschlag vor zehn Jahren

Foto: Xpi / Photo News / IMAGO

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Belgien hat am Sonntag der 32 Todesopfer der dschihadistischen Anschläge in Brüssel vor zehn Jahren gedacht. In Anwesenheit von Ministerpräsident Bart De Wever und dem Königspaar Philippe und Mathilde begannen am Morgen die Gedenkfeiern am Flughafen Brüssel-Zaventem, einem der Anschlagsorte, mit Berichten von Überlebenden. Das Gedenken wurde am zweiten Anschlagsort, der U-Bahnstation Maelbeek, fortgesetzt und sollte an einem Denkmal im Europaviertel, das an die Opfer erinnert, weitergehen.

Mehrere Attentäter hatten am 22. März 2016 Sprengstoffgürtel am Flughafen und in der U-Bahnstation gezündet, an beiden Orten wurden jeweils 16 Menschen getötet. Es waren die Attentate mit den meisten Todesopfern in der jüngeren Geschichte Belgiens.

Die Täter gehörten zur Zelle hinter den Anschlägen im November 2015 in Paris, bei denen 130 Menschen getötet worden waren. Die noch lebenden Täter sitzen lange Haftstrafen ab.

»Jeden Tag wache ich mit den Erinnerungen an diesen Horror auf.«

»Zu sagen, dass dieses Leben einfach ist, wäre eine Lüge«, sagte eine Überlebende des Attentats am Flughafen bei der Gedenkfeier. »Jeden Tag wache ich mit den Erinnerungen an diesen Horror auf. Ich betrachte meinen Körper. Meinen Körper, der verbrannt, verletzt und zerfetzt wurde«, sagte Béatrice de Lavalette, die bei dem Attentat am Flughafen ihre Beine verloren hat. Aber »ich habe mich entschieden zu leben, zu kämpfen«, betonte de Lavalette, die nach dem Anschlag paralympische Reiterin geworden ist.

Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gedachte der Opfer. In einem Post auf »X« schrieb sie: »Zehn Jahre sind vergangen, seitdem Brüssel auf eine Art und Weise attackiert wurde, die wir nie vergessen werden. Heute denken wir an die Opfer und ihre Nächsten, die immer noch einen Verlust tragen, den die Zeit nicht heilen kann. Heute, so wie auch 2016, stehen wir vereint. Solidarisch und entschlossen, um unsere gemeinsamen Werte zu verteidigen.«

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Sorge vor möglichen neuen Anschlägen

Die Gedenkfeiern finden statt, während die Sorge vor möglichen neuen Anschlägen angesichts des Iran-Krieges steigt. Am 9. März war eine Synagoge in der ostbelgischen Stadt Lüttich durch eine Explosion beschädigt worden, bei der niemand verletzt wurde. In den Niederlanden kam es wenige Tage später zu zwei ähnlichen Vorfällen, die sich gegen die jüdische Gemeinde richteten.

Bei der Gedenkfeier an der U-Bahnstation Maelbeek wurde Wut spürbar. Eine Frau, die 2016 ihren Mann und den Vater ihrer zwei Kinder verlor, sagte laut lokalen Medien: »Der belgische Staat hat nicht das Nötige unternommen, um uns zu schützen.« Und: »Der Mangel an Organisation war extrem, aber der Mangel an Menschlichkeit war noch ohrenbetäubender.«

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