Barack Obama äußert sich erstmal zu rassistischem Affenvideo, das Donald Trump gepostet hat

vor 2 Stunden 1

Affront aus dem Weißen Haus Obama äußert sich erstmals zu Trumps rassistischem Affenvideo

Donald Trump hatte einen Clip gepostet, der die Obamas als Affen verunglimpfte. Nun gibt Barack Obama Kontra. Der frühere US-Präsident sprach von einer schamlosen »Clown-Show« – die sich noch rächen werde.

15.02.2026, 04.34 Uhr

Barack Obama (l.) und Donald Trump (am 9. Januar 2025 bei der Trauerfeier für Präsident Jimmy Carter in Washington)

Barack Obama (l.) und Donald Trump (am 9. Januar 2025 bei der Trauerfeier für Präsident Jimmy Carter in Washington)

Foto: Jacquelyn Martin / AP

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Lange hatte er geschwiegen, in Social-Media-Kreisläufen gerechnet fast eine Ewigkeit. Doch jetzt hat sich der frühere US-Präsident Barack Obama erstmals zu einem von Amtsinhaber Donald Trump veröffentlichten Video geäußert, das ihn und seine Ehefrau Michelle als Affen zeigte (mehr zu dem Skandal hier). Es hat ihm, wenig überraschend, überhaupt nicht gefallen. Zugleich nahm er es als Symptom für ein tiefergehendes Problem.

Obama beklagte dabei am Samstag in einem Interview mit dem Politik-Podcaster Brian Tyler Cohen fehlende »Scham« und fehlenden »Anstand« in der Politik. Die meisten US-Bürger würden ein solches Verhalten als »zutiefst verstörend« empfinden.

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»Es gibt so eine Art Clown-Show auf den sozialen Netzwerken und im Fernsehen«, sagte Obama, ohne Trump beim Namen zu nennen. »Es scheint keinerlei Scham mehr darüber bei Menschen zu geben, die einst dachten, dass es Anstand, einen Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt geben sollte, richtig? Das ist verloren gegangen.«

Der Demokrat sagte voraus, dass ein solches Verhalten Trumps Republikanern bei den Kongress-Zwischenwahlen im November schaden werde. »Letztlich wird die Antwort vom amerikanischen Volk kommen«, sagte der US-Präsident der Jahre 2009 bis 2017.

»Natürlich sorgt so etwas für Aufmerksamkeit und Ablenkung. Aber wenn man durch das Land reist, trifft man immer noch Menschen, die an Anstand, Höflichkeit und Güte glauben«, so Obama.

Weißes Haus keilt erst zurück – und gibt dann klein bei

Das fragliche Video war am 5. Februar auf Trumps Nutzerkonto bei seiner Onlineplattform Truth Social veröffentlicht worden. In dem Video ging es um vermeintliche Beweise für Manipulation bei der Präsidentschaftswahl 2020, die Trump gegen den Demokraten Joe Biden verloren hatte.

Am Ende des Videos sind kurz die lachenden Köpfe von Michelle und Barack Obama auf Affenkörpern zu sehen. Der erste afroamerikanische Präsident der US-Geschichte und seine Ehefrau tanzten darin vor einer Dschungel-Kulisse.

Das Video sorgte für Empörung, Trump wurde Rassismus vorgeworfen. Auch Parteifreunde des rechtspopulistischen Präsidenten kritisierten das Video scharf. Der schwarze republikanische Senator Tim Scott sprach von »der rassistischsten Veröffentlichung, die sich dieses Weiße Haus je geleistet hat.«

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Trumps Sprecherin Karoline Leavitt fabulierte zunächst von »gespielter Empörung«, bevor das Weiße Haus das Video entfernte und erklärte, ein Mitarbeiter habe den Beitrag »irrtümlich veröffentlicht«. Trump beteuerte später, er habe »nur den ersten Teil angesehen und nicht das ganze Video«. Er sagte aber auch, der Mitarbeiter sei für die Veröffentlichung nicht zur Verantwortung gezogen worden.

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