Arktis: Bundeswehr zieht Soldaten nach nur zwei Tagen wieder aus Grönland ab

vor 23 Stunden 1

Das Erkundungsteam der Bundeswehr zieht heute wieder aus Grönland ab. Die 15 Soldaten verlassen die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen, wie ein Sprecher des operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte „Bild“ berichtet.

Die Soldaten waren erst am Freitag auf der Insel eingetroffen, zusammen mit Kameraden aus anderen europäischen Staaten. US-Präsident Trump, der einen Anspruch auf Grönland erhebt, reagierte darauf mit Zolldrohungen.

Ein Sprecher ‍des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr erklärte am Sonntag: „Das Erkundungsergebnis ist so, dass alle ‌zufrieden sind und in Deutschland nun die Auswertung vorgenommen wird.“ Der Einsatz sei nicht etwa abgebrochen worden. „Die Erkundung ⁠ist auftragsgemäß abgearbeitet worden.“

Erst am Samstag hatte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr erklärt, dass noch nicht absehbar sei, wie lang der Aufenthalt dauern werde.

Im Streit um Grönland hatte US-Präsident Donald Trump am Samstag Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland angekündigt. Sie sollen ab dem 1. Februar zehn Prozent betragen und ab dem 1. Juni auf 25 Prozent steigen. Aufgehoben werden sollen sie, wenn ein Abkommen zustande kommt, das den USA den Kauf der strategisch wichtigen und an Rohstoffen reichen Insel ‍ermöglicht.

Die Bundeswehrsoldaten sollten auf Grönland Bedingungen für gemeinsame Militärübungen prüfen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium. Es gehe um die Frage, ob die Arktis sicher sei und inwiefern Deutschland mit seinen Nato-Partnern dazu beitragen könne, hatte ein Ministeriumssprecher gesagt. Das deutsche Team besteht demnach aus Logistikern und Experten unterschiedlicher Bereiche. Die Erkundungsmission wird von Dänemark angeführt, zu dem die größtenteils mit Eis bedeckte Insel gehört.

Gesamten Artikel lesen