Antisemitismus: US-Richter weist Klage der Trump-Regierung gegen Harvard ab
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Donald Trump hat der Universität Harvard vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen Antisemitismus vorzugehen. Seine Klage ist von einem Bundesrichter abgewiesen worden.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
bam
Aktualisiert am 13. August 2026, 20:46 Uhr
Harvard gewinnt vor Gericht. Ein Bundesrichter in Boston hat die Klage der Trump-Regierung wegen angeblich geduldeten Antisemitismus auf dem Campus kassiert, weil das Justizministerium den behaupteten Verstoß gegen das US-Bürgerrechtsgesetz schlicht nicht belastbar belegen konnte. Auslöser waren die pro-palästinensischen Proteste von 2024, die in Washington als Beweis für ein »feindliches Umfeld« gegenüber jüdischen und israelischen Studierenden gelesen wurden – ein Vorwurf, den Harvard mit Verweis auf eigene Schutzmaßnahmen und interne Gegenstrategien konterte. Politisch fügt sich das Urteil in Trumps breitere Campus-Offensive ein, die Eliteunis als linkslastige Gegner markiert und mit dem ganz großen Hebel arbeitet: Milliarden an Bundesmitteln, Druck auf internationale Studierende, Kulturkampf im Ivy-League-Setting. Dass auch diese Attacke nun juristisch ausgebremst wurde, zeigt, wie schnell aus harter Law-and-Order-Rhetorik ein ziemlich löchriger Case werden kann – viel Sound, wenig Substanz.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Ein US-Bundesrichter hat eine Klage der Regierung von Präsident Donald Trump gegen die Universität Harvard wegen deren Umgang mit Antisemitismus abgewiesen. Richter Richard Stearns in Boston urteilte, die Regierung habe nicht ausreichend nachgewiesen, dass Harvard gegen Bestimmungen des US-Bürgerrechtsgesetzes zum Schutz vor Diskriminierung verstoßen habe.
Das US-Justizministerium hatte Harvard im März verklagt. Die Regierung warf der Universität vor, sie habe während pro-palästinensischer Proteste auf dem Campus im Jahr 2024 ein »feindliches Umfeld« für jüdische und israelische Studierende geduldet und sei nicht ausreichend gegen antisemitisches und anti-israelisches Verhalten eingeschritten.
Mit der Klage wollte die Trump-Regierung unter anderem erreichen, dass Harvard hohe Zuschüsse aus Bundesmitteln zurückzahlen muss und keine weiteren Gelder beanspruchen kann. Harvard teilte mit, die Hochschule nehme den Schutz ihrer jüdischen und israelischen Studentinnen und Mitarbeiter ernst und habe verschiedene Maßnahmen gegen Antisemitismus ergriffen.
Trump geht seit seinem erneuten Amtsantritt massiv gegen Harvard und andere Universitäten vor, die er als politisch linksgerichtet betrachtet. Seine Regierung versuchte unter anderem, Harvard Bundesmittel in Milliardenhöhe zu entziehen und die Aufnahme internationaler Studierender zu verhindern. Beide Vorstöße wurden gerichtlich weitgehend gestoppt.