Ansteckende Krankheiten: 15 US-Bundesstaaten klagen gegen Kürzung des Impfplans für Kinder

vor 2 Stunden 2

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Mehrere US-Bundesstaaten haben die Trump-Regierung verklagt. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium angekündigt, die Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen zu senken.

25. Februar 2026, 2:10 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP,

1 Kommentare
 15 US-Bundesstaaten wollen gegen die Regierung klagen, weil diese bislang staatlich empfohlene Schutzimpfungen für Kinder streicht.
15 US-Bundesstaaten wollen gegen die Regierung klagen, weil diese bislang staatlich empfohlene Schutzimpfungen für Kinder streicht. © Fernando Gutierrez-Juarez/​dpa

In den USA haben 15 Bundesstaaten eine Klage gegen den kürzlich eingeschränkten staatlichen Impfplan für Kinder angekündigt. Ihr Vorwurf: Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. und die Gesundheitsbehörde CDC missachteten mit den neuen Empfehlungen "Jahrzehnte wissenschaftlicher Forschung" und machten "die Kinder in Amerika kränker", sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta zur Klage. Sie stammt von Bundesstaaten wie Colorado, Michigan, New Jersey und Wisconsin, die von Demokraten regiert werden.

Das US-Gesundheitsministerium hatte Anfang Januar mitgeteilt, es werde die Zahl der für alle Kinder empfohlenen Impfungen von 17 auf 11 senken. Damit überlassen die US-Behörden künftig sechs bislang staatlich empfohlene Impfungen der Entscheidung der Eltern. Aus dem Impfplan gestrichen wurden Immunisierungen unter anderem gegen Rotaviren, Grippe und Hepatitis B. Nur Kinder mit besonderem Risiko sollen dagegen geimpft werden.

Von Impfgegner Kennedy veranlasste Überprüfung der Impfregeln

Kennedy, seit gut einem Jahr Gesundheitsminister von US-Präsident Donald Trump, hatte zuvor die Impfkommission mit der Überprüfung der mehr als 30 Jahre alten Regeln beauftragt. Der ehemalige Umweltanwalt und Neffe des früheren Präsidenten John F. Kennedy gilt als ausgewiesener Impfgegner. Er verbreitete in der Vergangenheit Verschwörungserzählungen und brachte Impfungen etwa mit Autismus bei Kindern in Zusammenhang. Einen solchen Zusammenhang haben Wissenschaftler widerlegt.

In den USA gibt es eine steigende Impfskepsis. Fachleute warnen vor einer Rückkehr potenziell tödlicher Krankheiten, die als weitgehend ausgerottet galten. Im vergangenen Jahr erlebten die USA den größten Masernausbruch seit mehr als 30 Jahren, mit mehr als 1.400 Fällen. An der Grippe starben in der Saison 2024/25 fast 300 Kinder in den USA.

Dort sind einige Impfungen wie die gegen Masern, Mumps und Röteln für die Einschulung verpflichtend, andere wurden bislang dringend empfohlen. In zahlreichen Bundesstaaten können Eltern ihre Kinder jedoch befreien lassen, etwa aus religiösen Gründen.

Gesamten Artikel lesen