Android 17: Google führt strengere Speicherlimits für Apps ein

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Mit Android 17 setzt Google strengere Regeln für den Speicherverbrauch von Apps. In einem Blogbeitrag im Android-Developer-Blog schreibt das Unternehmen, dass die Speicherbegrenzungen pro App in Android 17 im Laufe des Jahres auf weitere Geräte mit 4 GByte bis über 16 GByte RAM ausgeweitet werden sollen. Die Funktion stehe zunächst auf Pixel-Smartphones zur Verfügung.

Unter anderem im Hinblick auf die aktuelle Speicherkrise sei dieser Schritt notwendig, da die RAM-Kapazitäten der Geräte unverändert oder sogar knapper würden, so Google. Derweil stiegen die Erwartungen von Nutzerinnen und Nutzern hinsichtlich Geschwindigkeit und Laufruhe. Googles Matthew Forsythe erklärt: „Der Arbeitsspeicher ist nicht mehr nur ein technisches Detail im Hintergrund – er wirkt sich direkt auf die Nutzerbindung, die Absturzraten und die Wahrnehmung Ihrer App aus“.

Google warnt Entwickler im Blogbeitrag davor, dass Apps, die die vorgegebenen Grenzwerte überschreiten, verlangsamt und möglicherweise beendet werden. Daher sei die Optimierung des Speicherbedarfs von Apps „unerlässlich, um eine Drosselung durch das Betriebssystem zu verhindern und ein reibungsloses Nutzererlebnis zu gewährleisten“. Das Unternehmen führt weiter aus, dass Android bei Apps, die das Speicherlimit überschreiten, schrittweise Maßnahmen ergreife, „um die Reaktionsfähigkeit des Geräts zu gewährleisten“.

Zum einen erfolgt ein sogenanntes „zRAM-Swapping“: Wenn eine App das ihr zugewiesene Limit erreicht, verschiebt das System einige Daten der App zwangsweise in den zRAM (komprimierter Arbeitsspeicher). Das Verschieben in den zRAM führe zur Komprimierung und Dekomprimierung von App-Daten und verursache einen zusätzlichen CPU-Aufwand. Dies könne zu „spürbaren Rucklern in der Bedienoberfläche und zu Verzögerungen“ führen. Sollte die App weiterhin zu viel Speicher belegen, kann Android sie sogar komplett beenden.

Google rät Entwicklern, ihre Apps so zu optimieren, dass sie die neuen App-Speicherlimits einhalten. Wenn sie dies tun, sollten sie zunächst keinen Unterschied bemerken. Stattdessen sollen die Änderungen dazu beitragen, dass Android auch beim Wechseln zwischen Apps und bei Spielen reaktionsschnell bleibt.

Um Speicherengpässen vorzubeugen, sollten Entwicklerinnen und Entwickler den „Speicherverbrauch in großem Maßstab mit Android Vitals“ überwachen: Vor allem neue Metriken in der Google Play Console zur Speichernutzung (RSS + Swap) und zur Bitmap-Speichernutzung in verschiedenen Prozesszuständen (Vordergrund, Hintergrund, Cache) sollten sie im Auge behalten, um Ausreißer auszumachen.

Ferner sei Firebase Crashlytics in Version 20.1.0+ hilfreich, um einen Überblick über „Out-of-Memory“ (OOM)-Ausnahmen und Abbrüche durch den Speicherbegrenzer in der Produktion zu erhalten, so Google. Schließlich können Entwickler auch Produktions-Traces mit dem ProfilingManager erfassen. Mit diesem lassen sich automatisierte Heap-Dumps bei TRIGGER_TYPE_ANOMALY oder TRIGGER_TYPE_OOM direkt aus Produktions-Builds auslösen. Google empfiehlt App-Entwicklern die Lektüre der entsprechenden Dokumentation zur Speicherüberwachung.

(afl)

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