Als Titelverteidiger nicht dabei? Bielefelds Wege zur erneuten Pokal-Qualifikation

vor 2 Tage 1

Mit einer sensationellen Leistung gegen Titelverteidiger Bayer Leverkusen zog Arminia Bielefeld ins Finale des DFB-Pokals ein. Ein Sieg dort würde den Drittligisten allerdings nicht zur erneuten Teilnahme am Wettbewerb berechtigen. Der DSC hat dennoch gute Aussichten auf ein Pokal-Ticket.

Als Titelverteidiger nicht im DFB-Pokal dabei? Dieses Szenario könnte Isaiah Young und Arminia Bielefeld blühen.

Als Titelverteidiger nicht im DFB-Pokal dabei? Dieses Szenario könnte Isaiah Young und Arminia Bielefeld blühen. IMAGO/kolbert-press

Ob Top-Teams der Bundesliga oder große Außenseiter aus dem Amateurfußball - sie alle beginnen Anfang August in der ersten Pokalrunde mit dem Traum, im Olympiastadion zu Berlin Ende Mai den DFB-Pokal in die Höhe zu recken. Genauer gesagt sind es 64 Mannschaften, die Jahr für Jahr um den Titel ringen.

In der laufenden Runde hat es mit Arminia Bielefeld nun tatsächlich wieder einmal eines der Überraschungsteams geschafft, bis ins Finale vorzudringen. Der Drittligist räumte dabei neben Zweitligist Hannover 96 auch die Bundesligisten Union Berlin, SC Freiburg, Werder Bremen und nun am Dienstagabend auch Titelverteidiger Bayer Leverkusen aus dem Weg.

Kein Platz für den Titelverteidiger

Einen finalen Schritt müssen die Ostwestfalen nun noch gehen, am 24. Mai entweder den VfB Stuttgart oder RB Leipzig besiegen. Das Absurde daran: Ein weiterer Erfolg und damit der Pokalsieg würde den DSC nicht zur erneuten Teilnahme am DFB-Pokal berechtigen.

"An den Spielen um den DFB-Vereinspokal auf DFB-Ebene nehmen 64 Mannschaften teil", heißt es im Regelwerk des DFB, "und zwar die Mannschaften der Bundesliga und der 2. Bundesliga des abgelaufenen Spieljahres, die Verbandspokalsieger der 21 Landesverbände, der Meister, der Zweit-, Dritt- und Viertplatzierte der 3. Liga des abgelaufenen Spieljahres." Für den Titelverteidiger ist also explizit kein Platz als solcher vorgesehen.

In den vergangenen Jahrzehnten war das auch nicht nötig. Im 21. Jahrhundert kamen alle Titelträger aus der Bundesliga, auch Vorjahresfinalist 1. FC Kaiserslautern musste sich als Zweitligist keine Sorge um eine erneute Teilnahme machen. Im Fall der Arminia ist das nun anders. Und doch stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Ostwestfalen im August einen erneuten Anlauf nehmen dürfen.

Mindestens Platz vier - oder Sieg im Landespokal

Denn die Bielefelder tanzen noch auf zwei weiteren Hochzeiten - mit jeweils guten Aussichten auf Erfolg.

Zum einen besteht die Hoffnung, über den Ligaweg erneut in den Pokal einzuziehen. In der 3. Liga mischen die Arminen acht Spieltage vor Schluss kräftig im engen Aufstiegsrennen mit. Aktuell steht Bielefeld auf dem letzten zur Teilnahme berechtigenden vierten Platz. Der Vorsprung auf Platz fünf und den FC Ingolstadt beträgt zwei Punkte, nach vorne, Relegationsplatz 3 und den 1. FC Saarbrücken, fehlt ein Zähler.

Die zweite Chance eröffnet sich im Landespokal Westfalen. Dort steht die Arminia ebenfalls im Finale und trifft entweder auf den SV Rödinghausen oder die Sportfreunde Lotte, die ihr Halbfinale am 16. April austragen. Beide spielen in der Regionalliga West, wodurch Bielefeld anders als in Berlin in der Rolle des Favoriten an den Start geht. Und im Falle des Sieges auch mit einem DFB-Pokal-Startplatz entlohnt wird.

kmx

Gesamten Artikel lesen