Akkubetriebene Miniluftpumpen von Airace, Contec, Cycplus, Osram, Topeak und Voxom im Test

vor 1 Stunde 1
 Flicken, aufpumpen lassen, weiterfahren
 Flicken, aufpumpen lassen, weiterfahren

Elektrische Luftpumpe: Flicken, aufpumpen lassen, weiterfahren

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Dieser Artikel gehört zum Angebot von SPIEGEL+. Sie können ihn auch ohne Abonnement lesen, weil er Ihnen geschenkt wurde.

Dieser Testbericht erschien erstmals am 12. April 2025. Wir haben vier neue Minipumpen getestet und den Artikel aktualisiert.

Ein Plattfuß auf der Radtour ist ärgerlich. Glücklicherweise muss man den Reifen unterwegs nicht mehr selbst mit Luft befüllen. Miniluftpumpen mit elektrischem Kompressor und Akku erledigen die Arbeit und sind sogar leichter als viele manuelle Minipumpen.

Die meisten Modelle im Test übernehmen nicht nur das mühsame Pumpen, sondern stoppen ihren Kompressor auch bei einem vorher gewählten Zieldruck. Nur eines der getesteten Geräte bietet diesen Komfort nicht, bei ihm muss man, wie bei der guten, alten Handpumpe, den Druck »nach Gefühl« ermitteln und den Kompressor durch Betätigen des Startknopfes stoppen.

Einige der von uns getesteten Pumpen können direkt oder mit einem kurzen Schlauch auf das Ventil gesetzt werden. So kann der Schlauch sowohl am Ventil als auch am Pumpenkopf festgeschraubt werden. Dadurch kann die Druckluft nicht unabsichtlich entweichen, und man erreicht das Ventil auch bei kleinen Rädern oder engen Speichen gut.

Noch wichtiger: Sollten Sie zu den wenigen Sportlern gehören, die TPU-Schläuche in Ihren Reifen haben, verhindert der Pumpenschlauch, dass die Hitze des Kompressors den Kunststoff am Ventil schmelzen lässt. Für handelsübliche Schläuche aus Butyl und Ventile an Schlauchlosreifen spielt die Hitze erfahrungsgemäß keine Rolle.

Heiße Sache

Alle Pumpen werden in unserem Test zumindest warm, nach einer Weile sogar heiß. Bei Modellen mit Metallgehäusen liefern die Hersteller daher Schutzhüllen aus Silikon mit. Kunststoffgehäuse werden in der Regel weniger heiß.

Nur zwei der elektrischen Minipumpen im Testfeld können am Fahrradrahmen befestigt werden. Die übrigen müssen in der Satteltasche ihren Platz finden. Vorsicht: Viele Pumpen sind nicht wasserfest und sollten entsprechend geschützt transportiert werden, einige werden mit wasserfesten Beuteln geliefert.

Aufgeladen werden alle Minipumpen per USB-C. Ein Kabel liegt allen bei, ein Netzteil jedoch nicht.

So haben wir getestet

Alle Pumpen mussten zeigen, wie oft sie mit einer Akkuladung einen 28-Zoll-Gravelreifen, der 40 Millimeter breit ist, auf drei bar aufpumpen können. Solche Reifen kommen oft auch bei City- und Tourenbikes zum Einsatz. Außerdem haben wir getestet, ob die Pumpen die von den Herstellern angegebenen Maximalwerte um acht bar erreichen. Zudem haben wir gemessen, wie schnell die Geräte einen 25 Millimeter breiten Rennradreifen auf die erforderlichen 7,5 bar bringen. Die Lautstärke haben wir in einer Entfernung von etwa 80 Zentimetern geprüft.

Für Radreisen oder Gruppenausflüge ist die Cycplus AS2 Pro Max ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und der Anzahl der möglichen Pumpvorgänge. Für sportliche Touren eignen sich die E-Booster Mini von Topeak und die EPu2 von Voxom gleichermaßen. Das Topeak-Modell ist teurer, aber auch präziser.

Diese elektrischen Minipumpen haben wir getestet:

Mit einem Klick auf den Produktnamen gelangen Sie zu ausführlichen Einzeltests.

Topeak E-Booster Digital Mini

 Klein und präzise

Topeak E-Booster Mini: Klein und präzise

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das aktuelle Modell von Topeak ist kleiner als die etwas ältere und weiter unten beschriebene E-Booster ohne den Zusatz »Mini«. Dafür fehlt ihr aber auch deren praktischer Umschaltmechanismus für unterschiedliche Ventilarten. Will man die E-Booster Mini an Schrader-Ventilen nutzen, muss man den Gummieinsatz im Pumpenkopf umdrehen oder den kleinen Pumpenschlauch ansetzen.

Von der Größe und der Bedienung her erinnert die E-Booster Mini an die Pumpen von Contec und Voxom. Nach dem Aktivieren stellt man mit den Plus- und Minus-Tasten den Zieldruck ein. Topeak bringt auf dem kleinen Bildschirm den Soll- und den Ist-Wert gleichzeitig unter. Das ist einerseits praktisch, andererseits sind die winzigen Ziffern schwer ablesbar. Nach erneutem Druck auf den Einschalter legt die Pumpe mit lauten 79 Dezibel los und stoppt bei Erreichen des Zieldrucks, den sie mit einer Abweichung von weniger als 0,1 bar trifft.

 Der Zieldruck wird sehr klein dargestellt

Farbdisplay: Der Zieldruck wird sehr klein dargestellt

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Im Test mit dem Rennrad- und dem Gravelreifen zeigen sich kaum Unterschiede zu den Modellen von Contec und Voxom. Für den Rennradreifen benötigt sie 1,46 Minuten und schafft es, ihn zweimal aufzupumpen. Beim Gravelreifen sind es drei Durchläufe, bevor sie beim vierten mit leerem Akku aufgibt. Wer das kleine Gerät im Dunklen einsetzen muss, kann per schnellem Doppeldruck der Minus-Taste ein LED-Licht einschalten.

Das gefällt an der E-Booster Mini: Sie ist klein und pumpt nahezu exakt auf den Zieldruck auf.

Das weniger: Sie ist laut und nicht gerade günstig.

Für wen sich die E-Booster Mini eignet: Sportliche Einsätze mit Rennrad oder Mountainbike ebenso wie Fahrten mit dem Tourenrad.

 Schlicht und günstig

Contec Air Tronic Mini: Schlicht und günstig

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Air Tronic Mini von Contec lärmt zwar vernehmlich los, ist mit 76 Dezibel aber etwas leiser als viele Konkurrenzmodelle. Meinen Rennradreifen bringt sie in 1,36 Minuten auf 7,5 bar. Das schafft sie zweimal – dann ist der Akku leer. Den Gravelreifen kann sie immerhin dreimal füllen, bevor sie nach einem Netzteil ruft.

Damit ist der Akku der kleinen Contec-Pumpe etwas leistungsfähiger als der in der älteren AS2 Pro von Cycplus. Zudem besteht ihr Gehäuse aus Kunststoff statt Metall. In anderen Eigenschaften ähneln sich die beiden Geräte aber sehr. Wie das kleine Modell von Cycplus kann auch die Contec-Pumpe direkt auf Ventile aufgesetzt werden. Und auch hier gilt: Für den Umbau von Presta- auf Schrader-Ventil muss nicht nur das Gummi im Pumpenkopf umgedreht, sondern auch ein kleiner Stift für den Ventilkopf eingesetzt werden. Wann der verloren geht, ist nur eine Frage der Zeit. Es ist ratsam, für Schrader-Ventile lieber den Verlängerungsschlauch zu verwenden.

 Neben einem Einsatz für Schrader-Ventile liegt auch eine Nadel für Fußbälle bei

Adapter: Neben einem Einsatz für Schrader-Ventile liegt auch eine Nadel für Fußbälle bei

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Bedienung entspricht ebenfalls den Cycplus-Modellen: Zielwert vorgeben, Pumpvorgang starten, fertig. Mitgeliefert werden eine Silikonhülle, die das Gehäuse griffiger macht, sowie eine wasserdichte Transporthülle.

Das gefällt an der Air Tronic Mini: Sie ist schnell und nicht allzu laut.

Das weniger: Beim Wechsel zwischen den Ventilarten kann der kleine Stift für Schrader-Ventile verloren gehen.

Für wen sich die Air Tronic eignet: Sportliche Radler, die nicht viel Geld ausgeben wollen.

 Schwere Pumpe mit großem Akku

Osram TYREinflate 2000: Schwere Pumpe mit großem Akku

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die TYREinflate 2000 von Osram ist größer als alle anderen Modelle im Test. Sie kommt in Form eines 17,5 Zentimeter langen Zylinders mit einem Durchmesser von knapp über sechs Zentimetern daher. Osram liefert eine Art Flaschenhalter mit, der an die Aufnahmepunkte des Fahrradrahmens geschraubt werden kann und die Pumpe sicher aufnimmt. Er ist allerdings etwas kleiner als übliche Flaschenhalter, sodass genormte Trinkflaschen in den Größen zwischen etwa 0,5 und einem Liter nicht hineinpassen.

Trotz ihrer Größe und einem Gewicht von 500 Gramm ist die Osram-Pumpe nicht schneller als die Konkurrenz. Sie benötigt eine Minute und 43 Sekunden, um einen Rennradreifen zu füllen. Dabei ist sie mit 74 Dezibel vergleichsweise wenig laut. Bei der Anzahl der Pumpvorgänge konnte die TYREinflate 2000 überzeugen. Auch nachdem sie einen Gravelreifen15-mal aufgepumpt hatte, war im Akku noch Energie für weitere Füllungen vorhanden.

 Der »Flaschenhalter« nimmt nur die Pumpe auf, ist für Trinkflaschen zu klein

Osram TYREinflate 2000: Der »Flaschenhalter« nimmt nur die Pumpe auf, ist für Trinkflaschen zu klein

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der Akku kann aber noch mehr. Sollte unterwegs das Smartphone leer laufen, kann die integrierte Powerbank der TYREinflate 2000 helfen und ein iPhone 16 Pro von 10 auf 72 Prozent aufladen. Leider nur mit langsamen 2,5 Watt. Ein Google Pixel 7 Pro dagegen wurde mit einer annehmbaren Leistung von 7,5 Watt gefüllt.

Anders als bei der Konkurrenz ist ein Betrieb ohne Schlauch nicht vorgesehen. Zum Pumpen entnimmt man den seitlich angeklemmten Schlauch und dreht ihn in das Gewinde am Pumpenkopf ein. Hier befindet sich auch eine separat schaltbare LED-Leuchte. Beides wird von einer arg wackeligen Klappe geschützt. Der Schlauch passt an Dunlop- und Presta-Ventile, ein Adapter für Schrader befindet sich im Unterboden der Pumpe unter einer weiteren, ebenfalls schlecht schließenden Klappe.

Das gefällt an der TYREinflate 2000: Sie hat einen leistungsstarken Akku.

Das weniger: Sie ist groß und schwer. Die beiden Deckel sind sehr klapprig.

Für wen sich die TYREinflate 2000 eignet: E-Bike-Fahrer, bei denen das Gewicht keine Rolle spielt, sowie Gruppenausflüge und Mehrtagestouren.

 Kein Display

Airace AE-02: Kein Display

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Airace AE-02 besteht aus zwei etwa gleich großen Teilen. Zum Transport werden sie hintereinander gesteckt. Die elektrische Pumpe hat dann die längliche Form einer manuellen Minipumpe und kann mit einer Halterung an den Rahmen – auch unter den Flaschenhalter – geschraubt werden.

Für den Einsatz müssen die beiden Teile durch Drehen voneinander gelöst und um 90 Grad angewinkelt wieder miteinander verbunden werden. Die so entstandene Pistolenform passt mit der Spitze an das Ventil. Als Bedienelement steht nur ein einzelner Knopf zur Verfügung. Der erste Druck darauf startet, der zweite stoppt den Kompressor. Da es kein Display gibt, muss man den Reifendruck mit den Fingern »erspüren«. Maximal werden laut Hersteller 100 PSI erreicht, das entspricht rund 6,8 bar.

Im Test mit dem Rennradreifen stoppte die Pumpe jedoch schon bei knapp über sechs bar. Für die Füllung des Reifens benötigt sie rund zwei Minuten. Für einen zweiten Rennradreifen reichte es dann nicht mehr, bei vier bar war der Akku leer. Er lässt sich zwar in 20 Minuten wieder aufladen, aber beim Plattfuß unterwegs hilft das nicht.

 Die Airace AE-02 passt auch neben einen Flaschenhalter

Rahmenhalterung: Die Airace AE-02 passt auch neben einen Flaschenhalter

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Das Gleiche gilt für den Gravelreifen: Nur einmal ließ er sich auf 3,5 bar bringen. Dabei lärmt die mit 117 Gramm leichte Pumpe mit rund 80 Dezibel.

Das gefällt an der Airace AE-02: Sie ist klein und kann am Fahrradrahmen befestigt werden

Das weniger: Sie schafft in unserem Testszenario nur einen Reifen.

Für wen sich die Airace AE-02 eignet: Für optimistische Rennradfahrer, die mit maximal einem Plattfuß pro Tour rechnen.

 Klein und laut

Voxom EPu2: Klein und laut

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die kleine Pumpe von Voxom wiegt 125 Gramm und kommt wie die gesamte Konkurrenz mit einem Schlauch, der an Schrader- und Presta-Ventile passt. Ich habe unterwegs den Schlauch weggelassen und die beiden kleinen Direktaufsätze für die jeweiligen Ventile verwendet. Mit beiden Adaptern geht das Aufpumpen problemlos: Auf das Ventil setzen, leicht drücken und starten. Wie die anderen Pumpen schaltet auch die EPu2 ab, sobald der gewünschte Druck erreicht ist. Alternativ drücke ich den Startknopf ein zweites Mal, um die Pumpe zu stoppen.

Das Gerät bedient man ähnlich wie die Konkurrenz: einschalten und mit den Pfeiltasten den Zieldruck anpassen. Zwei Besonderheiten gibt es: Das winzige Display zeigt sowohl den Ziel- als auch den aktuellen Druck an. Und der Doppeldruck auf die Pfeil-oben-Taste aktiviert eine kleine LED-Leuchte, um im Dunkeln das Ventil zu finden. Etwas ärgerlich: Verstelle ich den Zieldruck, interpretiert die Pumpe das gelegentlich als Doppeldruck und schaltet das Lämpchen an.

 Erleichtert die Ventilsuche

Kleine Leuchte: Erleichtert die Ventilsuche

Foto:

Markus Linden / DER SPIEGEL

Im Test teilt die Pumpe der gesamten Nachbarschaft mit, dass sie arbeitet: 82 Dezibel sind eine deutliche Ansage. Den Testgravelreifen konnte die Pumpe mit einer Akkuladung dreimal füllen, für ein viertes Mal hat es nicht mehr ganz gereicht. Einen Rennradreifen bringt die Pumpe locker auf 7,5 bar – in 1 Minute und 41 Sekunden. Das schafft sie genau zweimal, bis der Akku leer ist. Das sind ordentliche Werte für eine so kleine Pumpe. Zwar pumpt sie rund sechs Prozent mehr Druck in die Reifen, als sie anzeigt, schlimm ist das aber aus meiner Sicht eher nicht.

In unserem Test wird sie zwar heiß, aber das Kunststoffgehäuse lässt sich mit bloßen Händen anfassen.

Das gefällt an der Voxom EPu2: Sie ist klein, leicht und schafft drei Gravelreifen mit einer Akkuladung. Außerdem ist sie einfach im Handling und zeigt Soll- und Ist-Druck gleichzeitig.

Das weniger: Die EPu2 ist laut und nicht besonders exakt. Es fehlt eine wasserdichte Hülle.

Für wen sich die EPu2 von Voxom eignet: Vor allem für Rennradfahrerinnen und Gravelbiker, die mit wenig Gewicht unterwegs sein wollen.

 Etwas kleiner als das Voxom-Modell, aber schwächerer Akku

Cycplus AS2 Pro: Etwas kleiner als das Voxom-Modell, aber schwächerer Akku

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Pumpe von Cycplus ist mit 7 mal 4,5 mal 2,7 Zentimetern die kleinste und mit einem Gewicht von 122 Gramm auch knapp die leichteste elektrische Minipumpe im Test. Sie passt gut in die Rennrad-Trikottasche – wie auch das Voxom-Gerät. Cycplus liefert eine Silikonhülle mit, mit der man auch die heiße Pumpe gut greifen kann. Ein wasserdichter Plastikbeutel liegt ebenfalls bei. Nicht schlecht, so eine elektrische Pumpe ist nicht gedichtet und könnte kaputtgehen, wenn sie in der Trikottasche steckt und nass wird.

Die Bedienung ist simpel und vergleichbar mit den anderen elektrischen Modellen. Zielwert vorgeben, Pumpvorgang starten und warten, bis sie stoppt. Auch die kleine Cycplus hat einen Schlauch für Schrader- und Presta-Ventile. Will man ohne Schlauch pumpen, muss man auf das Gummi in der Pumpenöffnung achten: Es lässt sich umgedreht einsetzen und ändert so die Aufnahmen von Presta- auf Schrader-Ventil. Zusätzlich muss ein kleiner Stift eingesetzt werden, der den Stößel des Schraderventils eindrückt. Eigentlich kein Akt. Will man aber auch unterwegs auf beide Ventilarten vorbereitet sein, darf man den Stift nicht zu Hause liegen lassen. Die Presta-Einstellung passt auch auf Dunlop-Ventile.

 Funktioniert dank eines einsetzbaren Stößels auch an Schrader-Ventilen

Cycplus-Pumpe: Funktioniert dank eines einsetzbaren Stößels auch an Schrader-Ventilen

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die AS2 Pro hat den kleinsten Akku im Test und pumpt den Gravelreifen nur zweimal auf drei bar auf. Der Luftdruck weicht nur ein Prozent von der Anzeige unseres Kontrollmessgeräts ab. Den Rennradreifen bringt die Pumpe lediglich einmal auf 7,5 bar. Beim zweiten Mal versagt der Akku kurz vor dem Ende. Dafür ist sie leiser als die Konkurrenz: 76 Dezibel sind jedoch aus Sicht der Nachbarn immer noch laut, wenn man morgens um sechs Uhr einen Reifen aufpumpt.

Das gefällt an der AS2 Pro von Cycplus: Sie ist leicht, klein und mit Hülle gut greifbar. Außerdem misst sie genau.

Das weniger: Der Akku reicht nicht weit. Und der winzige Stift für den Schrader-Einsatz kann schnell verloren gehen.

Für wen sich die AS2 Pro eignet: Vor allem für Rennradfahrer, die auf jedes Gramm Gewicht achten.

 Schwer, aber ein Dauerläufer mit großem Akku

Cycplus AS2 Pro Max: Schwer, aber ein Dauerläufer mit großem Akku

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die AS2 Pro Max von Cycplus ist eine größere Variante der AS2 Pro. Bedienung und Lieferumfang sind gleich: griffige Schutzhülle und wasserdichte Kunststofftasche. Auch bei dieser Pumpe wählt man zwischen einem zehn Zentimeter kurzen Pumpenschlauch und dem direkten Aufdrücken auf das Ventil. Und auch bei dieser Pumpe muss ich beim Wechsel auf Schrader-Ventile den kleinen Stift einsetzen.

Die AS2 Pro Max hat allerdings einen etwa doppelt so starken Akku. Offenbar hat sie zudem auch einen stärkeren Kompressor: Den Rennradreifen bringe ich innerhalb von einer Minute und fünf Sekunden auf seine 7,5 bar. Und das mehrmals. Den Gravelreifen konnte ich ganze siebenmal auf drei bar bringen, bevor der Akku schlappmachte. Das sollte auch bei Radreisen ausreichen. Die Lautstärke liegt mit 75 Dezibel in meiner Messung leicht unterhalb des kleineren Modells. Die Luftdruck-Genauigkeit weicht nur ein Prozent von unserem Kontrollmessgerät ab.

 Schlauch, Adapter, Silikonhülle, wasserdichter Beutel

Pumpe mit Zubehör: Schlauch, Adapter, Silikonhülle, wasserdichter Beutel

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Der stärkere Kompressor und der größere Akku führen zu einem Gewicht von 230 Gramm ohne Schlauch. Mit rund 8 mal 5,5 mal 3,2 Zentimeter Größe nimmt sie zudem mehr Raum in der Tasche ein als das kleine Modell des Herstellers. In die Trikottasche würde ich die Pumpe nicht stecken. Sie muss in die Satteltasche zum Werkzeug und Ersatzschlauch.

Das gefällt an der AS2 Pro Max: Sie ist leistungsstark, und mit sieben Reifenfüllungen pro Akku reicht sie für längere Touren aus.

Das weniger: Sie ist zu schwer für die Trikot- oder Jackentasche. Der kleine Stöpsel für Schrader-Ventile könnte verloren gehen.

Für wen sich die AS2 Pro Max von Cycplus eignet: Für Radreisende und alle mit E-Bike, für die das Gewicht nicht an erster Stelle steht.

 Passt unkompliziert an alle Ventilarten

E-Booster von Topeak: Passt unkompliziert an alle Ventilarten

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die E-Booster von Topeak ist sogar noch etwas größer als das Max-Modell von Cycplus: rund 9 mal 5,8 mal 3,7 Zentimeter. Und das, obwohl der Akku deutlich kleiner ist: Sie pumpt den Gravelreifen nur dreimal von platt auf drei bar, hat also eine ähnliche Ausdauer wie die deutlich kleinere Pumpe von Voxom. Am Rennrad ist sie mit einer Minute und 37 Sekunden etwas schneller als das Voxom-Modell und schafft die 7,5 bar auch nur zweimal.

Ein Teil der Gehäusegröße geht auf den integrierten Umschaltmechanismus zurück: Mit einem mechanischen Schiebeschalter lässt sich zwischen Presta- und Schrader-Ventil wechseln. Das erspart mir, den etwa acht Zentimeter langen Schlauch mitzunehmen, der ebenfalls auf beide Ventilarten passt. In der Presta-Einstellung lassen sich auch Schläuche mit älteren Dunlop-Ventilen befüllen.

Auch die E-Booster hat drei Tasten: Start/Stopp, Plus und Minus. Man kann wahlweise den Zieldruck vorgeben und die Pumpe automatisch stoppen lassen oder die Start/Stopp-Taste drücken und dem steigenden Druck auf der Anzeige zuschauen. Mit einer Abweichung von rund drei Prozent liegt die Genauigkeit der Pumpe im Mittelfeld, ebenso mit einer gemessenen Lautstärke von 77 Dezibel.

 Einfacher Wechsel für Schrader- oder Presta-Ventile

Schalter: Einfacher Wechsel für Schrader- oder Presta-Ventile

Foto:

Markus Linden / DER SPIEGEL

Neben dem Schlauch befinden sich eine Silikonhülle im Lieferumfang, ein weiches Täschchen und zusätzlich ein wasserdichter Beutel.

Das gefällt an der E-Booster von Topeak: Der integrierte Schalter erleichtert den Wechsel zwischen den Ventilarten. Auch sonst ist sie einfach und flexibel in der Handhabung.

Das weniger: Kleiner Akku, aber großes Gehäuse: In meine Trikottasche passt die E-Booster nicht.

Für wen sich die E-Booster von Topeak eignet: Für alle, die mit mehreren Ventilarten zu tun haben und nicht mit dem Verlängerungsschlauch oder Adaptern hantieren möchten.

Darauf kommt es bei elektrischen Miniluftpumpen an

Hintergrund: Produkttests im Ressort Tests

Gesamten Artikel lesen