Der 30 Jahre alte Fußballprofi hatte in der vergangenen Woche einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel erlitten. Eine genaue Ausfallzeit wurde zunächst nicht genannt. Klar war aber schon da, dass die Titeljagd des FC Bayern ohne Gnabry zum Ende der Saison weitergehen wird.
Neuordnung der DFB-Offensive
»Eine ganz bittere Nachricht« hatte Nagelsmann da schon mitgeteilt, wohl wissend, dass es für die WM kaum reichen würde. In den letzten Monaten war Gnabry nicht nur für den FC Bayern, sondern auch für die Nationalmannschaft ein Schlüsselspieler. In den vergangenen acht Länderspielen steuerte Gnabry vier Treffer bei.
Für Nagelsmann, dessen Team am 14. Juni gegen WM-Debütant Curaçao in das XXL-Turnier startet, dürfte der Ausfall die komplette Statik seiner Offensive verändern. Als Bayern-Stammspieler war Gnabry zuletzt im DFB-Team gesetzt. Sein Tempo, seine Erfahrung und seine Torgefahr standen als ideale Ergänzung zu den feinen Füßen um Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz.
Druck auf Musiala
Die größten Auswirkungen wird der Ausfall des vielseitig einsetzbaren Gnabry auf Musiala haben, denn er ist sowohl beim FC Bayern als auch im DFB-Team betroffen. Hatte der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn dem angehenden Fußball-Superstar unlängst noch zu einem WM-Verzicht nach langer Verletzungspause geraten, dürfte Musiala nun zum Schlüsselbaustein für Nagelsmann und Bayern-Trainer Vincent Kompany werden.

vor 1 Stunde
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