Der Xbox Gaming Copilot wird eingestellt. Xbox-CEO Asha Sharma kündigte auf X an, der Xbox Copilot passe nicht mehr zur neuen Zielrichtung. Auch der Copilot für die mobile Xbox-App wird nicht weiterentwickelt, geht aus dem Post hervor.
Microsoft hatte seinen Gaming Copilot im vergangenen Frühjahr angekündigt und als Beta getestet. Ziel der KI-Anwendung war es vorrangig, Spielern Fragen zu Videospielen zu beantworten. Der Xbox Copilot sollte unter anderem bereits gespielte Titel erkennen und auf Basis dessen Empfehlungen für neue Spiele abgeben.
Zudem sollte der Copilot Fragen zu individuellen Spielen beantworten können – etwa, welche Materialien es braucht, um ein Schwert in „Minecraft“ zu bauen oder wie man einen Boss schlagen kann. Das sind Dinge, die man mit einer normalen Google-Suche ebenfalls herausfinden könnte. Der Gaming Copilot hatte demgegenüber den Vorteil, dass man ihn während des Spielens ansprechen konnte, also nicht parallel sein Handy zücken musste.
Xbox ohne KI-Slop
Großes Interesse scheint der Copilot for Gaming nicht geweckt zu haben. Warum das KI-Tool nun nicht mehr in die Microsoft-Strategie passen soll, ist unklar und geht aus Sharmas Post nicht hervor. In der Community wird die Einstellung teilweise sogar als positives Signal gewertet: Erstens halten viele Gamer nichts von KI-Features in ihren Spielen, zweitens entkräftet es die Befürchtung, die neue CEO Sharma würde Xbox zur KI-Plattform machen. Sharma hat vor ihrem Amtsantritt in Microsofts CoreAI-Abteilung gearbeitet. Allerdings hatte sie von Anfang an versprochen, Xbox ohne KI-Slop gestalten zu wollen.
Microsoft ist nicht die einzige Spielefirma, die an KI-Assistenten für Videospiele arbeitet oder gearbeitet hat. Nvidia entwickelt mit Project G-Assist ein Tool, das vorrangig Fragen zu Grafikeinstellungen beantworten kann. Zudem kann Project G-Assist den Bildschirminhalt auslesen und konkrete Fragen dazu beantworten. Eine konkrete Anwendung wurde im Strategiespiel „Total War: Pharaoh“ gezeigt.
(dahe)












English (US) ·